„Ich habe zwei Jahre an meinem Drehbuch gearbeitet“ – warum Madonnas Biopic gescheitert ist © @madonna
Veröffentlicht am 23/06/2026 um 11:20 von der Redaktion

„Ich habe zwei Jahre an meinem Drehbuch gearbeitet“ – warum Madonnas Biopic gescheitert ist

Sie wollte ihr turbulentes Leben selbst auf die große Leinwand bringen, doch stattdessen scheiterte Madonna mit ihrem geplanten Biopic mehrfach an den Studios. Was ist wirklich passiert – und was macht die Pop-Ikone jetzt?

Die Queen of Pop stand vor einem gigantischen Filmprojekt: Madonna wollte ihr Leben auf der Kinoleinwand erzählen, das Drehbuch hielt sie selbst in der Hand. Doch alles kam anders als geplant. Statt Oscar-Glamour war plötzlich Funkstille, egal ob bei Universal Pictures oder später Netflix. Nur ein neues Album schaffte schließlich das Comeback-Gefühl.

Mit voller Power und langem Atem – Madonnas verlorener Biopic-Traum

Alles begann im Jahr 2020. Universal Pictures kündigte groß an, dass sie gemeinsam mit Madonna ihren Lebensfilm produzieren wollen. Madonna sollte die Regie übernehmen, das Drehbuch entwickelte sie mit Diablo Cody und später Erin Cressida Wilson. Julia Garner wurde für die Hauptrolle gehandelt. Madonna selbst beschreibt diese Zeit so:

„Ich sollte einen Film über mein Leben machen. Ich habe zwei Jahre an meinem Drehbuch gearbeitet und zwei Jahre bei den Universal Studios mit den Produktionsleitern verbracht, um das Budget zu planen und die Besetzung zusammenzustellen.“

Zwei Jahre Einsatz für einen Hollywood-Traum – und trotzdem endete alles abrupt.

Warum alles platzte – „Unstimmigkeiten wegen des Budgets“

Hinter den Kulissen wurde Madonnas Biografie zum Streitthema. Ihr Wunsch nach einem „großes Budget“ stieß auf Vorbehalte bei Universal. Der Grund ist für Madonna klar:

„Zwischen mir und Universal kam es zu Unstimmigkeiten wegen des Budgets, denn ich brauchte - ich habe ein außergewöhnliches Leben geführt. Ich habe viel erlebt, deshalb brauchte ich ein großes Budget.“

Viel Überzeugungsarbeit reichte nicht, auch ihr Angebot, in Serbien zu drehen um Kosten zu sparen, stieß auf Zweifel. Madonna schildert ihre Frustration:

„Vielleicht haben sie mir einfach nicht geglaubt. Eine ihrer ersten Reaktionen war: 'Wir glauben nicht, dass du länger als vier Tage in Serbien bleiben würdest.' Und ich sagte: 'Habt ihr das Drehbuch gelesen?' Mein ganzes Leben war ein Kampf ums Überleben. Ich fahre nicht dorthin, um Urlaub zu machen.“

Universal stellte das Projekt schließlich ein.

Serie statt Film? Netflix, Showrunner-Chaos und ein „Wucherpreis“

Nach dem Film-Aus schien Netflix die Rettung: Eine Serie über Madonnas Leben, noch größer, noch ausführlicher? Fast. Denn ein urheberrechtlicher Stolperstein verhinderte den Neustart. Obwohl sie das Drehbuch selbst geschrieben hatte, sollte Madonna plötzlich einen „Wucherpreis“ zahlen, um ihre eigene Geschichte für die Serie verwenden zu dürfen. Ihr frustrierter Kommentar:

„obwohl ich es geschrieben habe. Frag nicht.“

Die Suche nach dem passenden Format und einem Showrunner gestaltete sich ebenfalls schwierig; Madonna berichtet:

„Man muss viele Autoren treffen und den richtigen Showrunner finden, und ich konnte keinen finden. Das zog sich noch acht oder neun Monate hin.“

Die Lust am Serienprojekt verpuffte – und Madonna wandte sich wieder der Musik zu.

Neustart mit „Confessions II“ und ein neues Lebensgefühl

Anstatt sich weiter mit Studios herumzuschlagen, setzt Madonna wieder auf das, was sie immer stark gemacht hat – Musik. Ihr Album „Confessions II“ erscheint am 3. Juli 2026. Körperlich gibt es für die 67-Jährige neue Herausforderungen:

„Ich habe jetzt ein schlechtes Knie. Ich habe keinen Knorpel mehr darin, weil ich so lange in hohen Absätzen getanzt, auf Asphalt gelaufen bin und Ashtanga-Yoga gemacht habe.“

Alte Trainingsroutinen gehören der Vergangenheit an:

„Jetzt mache ich Peloton-Bike, den Versa Climber und hochintensives Zirkeltraining.“

Selbst der Umgang mit ihrer Provokationslust hat sich verändert:

„Jetzt will ich nicht mehr nackt sein, weil alle nackt sind.“

Für die Zukunft bleibt sie trotzdem unbequem und stellt klar:

„Ich mache viele provokante Dinge, aber es gibt immer einen Grund dafür, und niemand macht sich die Mühe, das zu hinterfragen.“

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Madonna verrät: Darum scheiterte ihr großes Biopic