"Unsere Kinder wurden rund um die Uhr überwacht "Heidi Klum über Hass, Schutz und Familie © heidiklum
Veröffentlicht am 29/05/2026 um 10:30 von der Redaktion

"Unsere Kinder wurden rund um die Uhr überwacht "Heidi Klum über Hass, Schutz und Familie

Heidi Klum spricht Klartext über die Schattenseiten ihres Ruhms: Hassbriefe, Bedrohungen und wie ihre Familie mit Rassismus umging. Doch was macht das alles mit ihren Kindern?

Man kennt ZEITmagazin als stets strahlendes Model – ihre Familie hingegen lebt vor allem abgeschirmt. Doch nun gibt sie im ZEITmagazin einen ungewohnt offenen Einblick: Aufgewachsen im Rampenlicht und trotzdem in ständiger Alarmbereitschaft? Für Heidi gehörten diese beiden Seiten zusammen.

„Meine Kinder haben viel in die Wiege gelegt bekommen, aber dafür können sie ja nichts.“

Ihr Statement trifft einen Nerv, denn Promi-Bonus ist eben nicht nur Glitzer und Glamour.

Hass, Drohungen und Security für die Klum-Kids

Bald nach der Hochzeit mit Seal, einem international bekannten Sänger, wurde die Familie Zielscheibe von Hass:

„Aufgrund unserer interracial marriage kamen viele Hassbriefe und Drohungen, die ich sehr ernst genommen habe. Deswegen hatten wir auch 24/7 Security für alle Kinder.“

Was nach Hollywood-Thriller klingt, war für Klums Familie Alltag. Die Bewegungsfreiheit der Kids? Streng reglementiert. Während andere Kinder auf Spielplätzen toben, werden die Klum-Kinder permanent bewacht – ein Preis, den Heidi und Seal für ihre Liebe und ihren weltweiten Erfolg zahlen mussten.

Black Lives Matter als Familienthema – Lernen gegen das Vergessen

Dass die Erfahrungen ihrer Kinder auch inhaltlich zum Thema werden mussten, war für Heidi selbstverständlich. Besonders nach dem Tod von George Floyd im Mai 2020 in Minnesota habe es intensive Gespräche gegeben:

„Black Lives Matter war und ist eine Riesensache, auch bei uns zu Hause.“

Für Heidi Klum bedeutet das, der eigenen Familie Werkzeuge gegen Rassismus an die Hand zu geben. Sie berichtet davon, dass sich ihre Kinder „intensiv“ mit ihrer Herkunft beschäftigt haben – und dass sie diese Auseinandersetzung aktiv unterstütze, etwa durch spezielle Kurse. Die Debatte endet nicht an der Haustür der Stars – vielmehr wird sie zum Unterrichtsthema für den Nachwuchs.

Zwischen Promiwelt und Politik: Begegnungen mit Donald Trump

Früher war er für sie „ein lustiger Typ“: So erinnert sich Heidi Klum an Donald Trump, als sie beide im New Yorker Jetset unterwegs waren, zum Beispiel „am Set von dem Film Studio 54“. Der Wandel kam mit seiner Präsidentschaft. Klums Fazit:

„Ich finde es schon wichtig bei so einem Job, in dem man über so viele Menschen entscheidet, das auch gelernt zu haben. Das sollte eigentlich überall so sein.“

Damit stellt sie Trump deutschen Politikern wie Angela Merkel gegenüber, die sie für ihre Ausbildung und Erfahrung schätzt.

Doch nicht nur politisch haben sich ihre Wege gekreuzt – 2015 bewertete Trump öffentlich ihr Aussehen: „keine 10 von 10 mehr“. Heidi konterte trocken und humorvoll mit einem Social-Media-Post: In ironischer Selbstinszenierung hielt sie ein Schild mit „9,99“ in die Kamera.

Schutz und Stärke – Wie viel Öffentlichkeit verträgt Familie?

Kann eine prominente Mutter ihre Kinder überhaupt vor all dem wirklich schützen? Fragen wie diese begleiten Heidi Klum seit vielen Jahren. Sie hat sich entschieden, den Spagat zu wagen: Einerseits Teil einer Weltöffentlichkeit zu sein, andererseits deutlich ihre Grenzen zu setzen. Die permanente Bedrohung, ausgelöst durch Hass und Rassismus, hat die Familie zusammengeschweißt. Gleichzeitig wurde jedes Familienmitglied gefordert, sich mit seiner Identität auseinanderzusetzen – ein Prozess, der weit über das Boulevard-Image hinausgeht. Am Ende bleibt Heidi Klum vor allem Mutter, die eines nie aus den Augen verliert: Sicherheit, Liebe und Rückhalt für ihre Kids – auch wenn draußen der Hass größer wird.

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Verwendete Quelle:

Hassbriefe und Drohungen gegen Klum-Kids - Unsere Kinder wurden rund um die Uhr überwacht