„Ich kann bei ihm weinen” – Nähe zwischen Christian und Felix nach Rosis Tod © @felix_neureuther
Veröffentlicht am 09/04/2026 um 14:45 von der Redaktion

„Ich kann bei ihm weinen” – Nähe zwischen Christian und Felix nach Rosis Tod

Der Tod von Rosi Mittermaier hat die Familie Neureuther stark getroffen. Doch wie gehen Christian und Felix mit ihren Gefühlen im Alltag um – und was bedeutet das für ihre Kinder?

Christian Neureuther ist 76 Jahre alt, sein Sohn Felix ist 42. Seit dem Tod von Rosi Mittermaier im Jahr 2023 – sie wurde 72 Jahre alt – hat sich ihr Familienleben spürbar verändert. Die beiden verbringen viel Zeit gemeinsam, oft draußen in den Bergen, und versuchen ihre Trauer sowie die neue Dynamik in der Familie zu verarbeiten. Das zeigen jüngste Einblicke, die Christian in einem Interview mit der Abendzeitung gab. Auch ein aktueller Beitrag in der ZDF-Sendung „Terra Xplore“, der am 12.04.2026 ausgestrahlt wurde, stellte das emotionale Verhältnis der beiden in den Mittelpunkt. Doch wie gelingt es ihnen, dabei füreinander Halt zu sein, ohne sich selbst zu verlieren?

Christian zeigt Gefühle – „Ich bin schon extrem sensibel”

Im Interview mit der Abendzeitung beschreibt Christian Neureuther seine Sensibilität als „furchtbar” und gesteht:

„Ich schlafe nächtelang nicht, weil ich mir Sorgen mache.”

Trotzdem möchte er seine Ängste nicht ungefiltert an die jüngere Generation weitergeben. Ganz offen sagt er:

„Ich habe eins gelernt: dass ich Schmerz aushalten muss und andere mit meinen Gefühlen nicht runterziehen will.“

Gerade bei seinem Sohn Felix findet er einen besonderen Raum für seine Emotionen:

„Ich kann bei ihm weinen.”

Ein Satz, der spürbar macht, wie intensiv die Bindung der beiden ist. Die Familie hat sich nach dem Weggang von Rosi laut Christian noch mehr zusammengerauft; die Verbindung zwischen Vater und Sohn scheint heute enger als je zuvor.

Felix setzt auf Stärke – „Die sollen sehen, dass es dem Papa gut geht”

Für Felix Neureuther, der mit 42 die nächste Familiengeneration prägt, steht vor allem der Schutz seiner eigenen Kinder im Vordergrund. Vor ihnen will er stark wirken und hält seine emotionalen Momente lieber zurück. Er erklärt:

„Warum soll ich die Kinder in so etwas reinziehen? Die sollen sehen, dass es dem Papa gut geht.”

Seiner Ansicht nach sind seine Kinder „noch zu klein”, um das ganze emotionale Spektrum der Erwachsenen zu verstehen, doch er lässt offen:

„Vielleicht ändert sich das später.”

Diesen Ansatz spiegelt auch sein jüngstes Statement zum Thema Social Media wider: Kinder sollten in seinen Augen so lange wie möglich Kind sein und vor digitalen Belastungen geschützt werden. Die Sorgen, die innerhalb der Familie auftreten, versucht er bewusst nicht auf die jüngste Generation zu übertragen und bleibt nach außen „hart sein”, um Stabilität zu vermitteln.

Zwischen Stärke und Ehrlichkeit – Männer und ihre Gefühle im Wandel

Wie können Männer heute Gefühle zeigen, ohne an Stärke zu verlieren? Der Entwicklungspsychologe Andreas Eickhorst, der im ZDF zu Wort kommt, meint dazu:

„In dieser Gesellschaft, wie sie gerade ist, können Männer [Väter, d.R.], die sich positionieren, durchaus prägen – indem sie sagen 'Du musst stark sein, jetzt kommt die Männlichkeit wieder zurück' oder 'Wir können Emotionen zulassen und trotzdem nicht schwach sein'.“

Genau zwischen diesen Polen bewegen sich Christian und Felix Neureuther. Während Christian gelernt hat, seinen Schmerz zu ertragen, spricht Felix von einer gewissen Härte – beide geben aber zu, dass jeder seinen eigenen Weg im Umgang mit Gefühlen finden muss. Für die Erziehung der nächsten Generation hält Christian fest:

„Du darfst die Kinder nicht einengen und hindern, sondern musst ihnen ermöglichen, weiter nach oben zu kommen.”

Dass solche Lehren am ehesten in einer vertrauensvollen, familiären Atmosphäre weitergegeben werden, steht für beide außer Frage. Zwischen gemeinsamen Bergerlebnissen, traurigen Erinnerungen an Rosi und Hoffnung für die Zukunft bleibt die Familie Neureuther eng verbunden – und das spürt man in jedem ihrer ehrlichen Worte.

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Verwendete Quelle:

Christian Neureuther über Sohn Felix: "Ich kann bei ihm weinen" - BUNTE