Sarah Knappiks Live-Ausraster rettet hunderten Tieren das Leben

Ihr Wutanfall rettet Leben. Bei einem Instagram-Livestream rastet Model Sarah Knappik aus. Der Grund: Die Tiere aus dem Tierpark einer Freundin sind in Lebensgefahr, in der Coronakrise geht der Besitzerin Geld und Futter aus. Doch ihr Aufruf wird erhört.

Die Coronakrise macht uns allen zu schaffen. Ex-Dschungelcamperin und Model Sarah Knappik findet, dass die Pandemie das Egoistische im Menschen beschwöre. In einem Instagram-Livestream verliert sie die Fassung und dreht durch.

"Hab keinen Bock mehr auf diese Scheiße"

Der Grund für ihren Ausraster vor laufender Kamera ist ein persönliches Anliegen. Lydia Rick, eine Freundin des Models, ist Betreiberin eines großen Tierparks mit 300 Katzen, Hasen, Eseln, Schweinen, Schafen und Co. Doch wegen der Coronakrise geht dem Park das Geld aus und das Leben der Tiere ist in Gefahr. Schließlich fehlt das Futter. Unter Tränen berichtet die Besitzerin:

Wenn wir nicht an finanzielle Hilfe kommen, müsste ich die Tiere verkaufen. Und ich weiß nicht, was mit ihnen passiert. Vielleicht kommen sie dann wirklich auf den Schlachthof.
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Hallo ihr Lieben, ich möchte und werde jetzt wieder ernster über einige Themen hier berichten auf meinem Instagram-Account. Es liegt mir eine Sache sehr am Herzen, weil sie aus meinem Freundeskreis kommt. Es geht mir um die Tiere. Erfreulich ist, dass einige Tiere, wie z.B. in Venedig die Delfine, wieder zurück gekommen sind. Den Tieren in Freiheit geht es langsam besser. In der ganzen Welt erholt sich unsere Natur. Viele Tiere leiden jedoch unter der Krise wie z.B. in nicht-staatlich-subventionierten Tierparks und Tierheimen. Haben Tiere keine Lobby? Viele von uns erfreuen sich doch über Tiere? Ich will, dass wir auch an sie denken! Meine Freundin hat einen Tierpark, der ein Arche-Projekt mit vom Aussterben bedrohten Haustierarten auf die Beine gestellt hat, wie z.B. Wollschweinen, Zackelschafen und Pommernenten. Das sind alles Tiere die früher in unserer Landwirtschaft gezüchtet worden sind. Sie wurden vor einigen Jahren unwirtschaftlich, weil es neue Züchtungen gab die wirtschaftlicher waren. Die Tiere verschwinden dann, weil sie nicht mehr gebraucht werden. Ihr, die Eltern die euren Kindern in den Tierparks die Tiere erklären und zeigen möchten: Möchtet ihr etwa demnächst die Tiere ausgestopft im Naturkundemuseum sehen und euren Kindern so zeigen? Meine Freundin hat den Tierpark "Wildpferdgehege und Haustierpark Liebenthal" übernommen, aus Liebe zu den Tieren. Sie und 2 Pfleger haben 300 Tiere wieder aufgepäppelt. Das schöne ist, dass sie sehr viel Platz in ihren Gehegen haben. Das traurige ist, dass sie nur noch einen Monat von ihrem Futter leben können, danach wird es eng. Die Tiere werden verhungern! Es gibt viele Baustellen und jeder von uns hat sein Päckchen zu tragen. Jedoch liegt mir dieses Schicksal aufgrund der Corona-Krise besonders am Herzen. Mit einer kleinen Spende können wir Großes bewirken. Selbst Futterspenden können helfen. Jede Spende zählt, denn Kleinvieh macht auch Mist. Wildpferdgehege u. Haustierpark Liebenthal g GmbH Ist ein gemeinnütziger Tierpark und Archeprojekt zur Erhaltung vom Aussterben bedrohter Haustierrassen. Als g GmbH dürfen sie für erhaltene Geldspenden Spendenbescheinigungen ausstellen die Steuerlich relevant sind.

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Doch das kommt für Sarah Knappik nicht in Frage. Für sie gilt: "Die Stärkeren müssen die Schwächeren schützen." Das Wohl der Tiere geht ihr sehr nahe. Völlig aufgelöst ruft sie auf Instagram den Live-Zuschauern entgegen: "Jeder hat seine Herzensangelegenheit. Und meine ist gerade hier."

Futterhersteller reagieren auf Rage

Und tatsächlich: Der Wutanfall der 33-Jährigen stößt auf offene Ohren. Lydia Rick hatte schon innerlich abgeschlossen mit dem Traum des Tierparks, sich schon von den vielen Tieren verabschiedet. Als Retter in der Not liefern Futterhersteller Lastwagenladungen an Tierfutter an den Park. Schluchzend bedankt sich die Besitzerin bei den Helden: "Das war meine Rettung, beziehungsweise die Rettung der Tiere."

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Model auf Abwegen: In der Coronazeit wird Sarah Knappik zur Tierretterin. Matthias Nareyek / Kontributor / Getty Images

Sarah Knappiks verzweifelter Aufruf hat also funktioniert, das Model wird zur Tierretterin. Vielleicht zeigt die Coronakrise eben nicht nur den Egoismus des Menschen, sondern auch, wozu wir in Notsituation fähig sind: zusammenhalten und gegenseitig unterstützen. Die Menschen werden es euch danken – und die Tiere ebenso.

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