Tabu-Bruch: „Desperate Housewives“ Schauspielerin spricht offen über Krankheit, für die viele sich schämen

Tabu-Bruch: „Desperate Housewives“ Schauspielerin spricht offen über Krankheit, für die viele sich schämen

Von einer Krankheit betroffen, die viele Frauen und auch Männer beschämt, möchte die Schauspielerin Marcia Cross mit den Tabus brechen und spricht offen über ihre Erkrankung.

Im September 2018 gibt die legendäre Bree Van de Kamp aus der Serie Desparate Housewives über Instagram bekannt, dass sie an Krebs leidet: „Ich bin so dankbar und glücklich, am Leben zu sein, aber auch traurig, dass ich meine Haare verloren habe: Sie sind gerade einmal zwei Zentimeter lang und sehen sehr hässlich aus. Hat noch irgendjemand am Haarverlust aufgrund einer Krebserkrankung zu leiden? Sprecht mit mir. Ihr seid nicht alleine."

Diese Krankheit ist mit viel Scham verbunden 

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In einem Gespräch mit der amerikanischen Zeitschrift People lüftet Marcia Cross schließlich das Geheimnis um ihre Krankheit. Sie erklärt: „Ich möchte der Demütigung durch Analkrebs ein Ende setzen. Ich habe viele Berichte von Menschen gelesen, die sich auf dem Weg der Heilung befinden und dem Großteil, darunter vor allem Frauen, war es sehr unangenehm, zu sagen, mit welcher Krankheit sie zu kämpfen haben. Diese Krankheit ist mit so viel Scham verbunden und ich möchte, dass das aufhört."

Diese Krebsart ist sehr selten - gerade einmal 2 % der Frauen sind davon betroffen. Im Jahr 2014 wurde in Deutschland die Krankheit bei 61.000 Menschen diagnostiziert. Häufig in Folge einer Infektion durch Humane Papilloviren (HPV) hervorgerufen.

Marcia Cross ist dankbar am Leben zu sein 

Heute befindet sich die 57-Jährige Schauspielerin auf dem Weg der Besserung, sie ist dankbar, am Leben zu sein und möchte die Menschen für diese Krankheit sensibilisieren: „Wenn irgendetwas nicht stimmt, hört auf euren Körper und sprecht mit eurem Arzt darüber. Überlasst eure Gesundheit nicht dem Zufall. Denn wenn die Krankheit, wie bei mir, frühzeitig entdeckt wird, kann sie behandelt werden". Scherzhaft fügt sie hinzu: „Jetzt, wo mir bewusst geworden ist, wie wichtig er ist, bin ich ein riesiger Fan vom Anus geworden! Jedes Mal, wenn ich zur Toilette gehe, sage ich mir: ‚Das ist toll! Vielen Dank mein lieber Körper‘."

Lea Pfennig
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