Felicitas Woll lehnt Rolle im Tausch gegen Sex ab: "Das erfordert aber Mut und Selbstwertgefühl"

Felicitas Woll berichtet im Interview von Übergriffen im Filmbusiness und unmöglichen Angeboten. Wie weit müssen Schauspieler*innen gehen, um an Rollen zu gelangen?

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Felicitas Woll ist eine gestandene Größe im deutschen Fernsehen. Seit ihrer Rolle in Berlin, Berlin ist die 41-Jährige nicht mehr aus dem TV wegzudenken. Morgen wird sie in einem neuen Zweiteiler zu sehen sein. In einem Interview erklärt sie, warum ihr Auftritt in Du sollst nicht lügen für sie so wichtig ist.

TV-Zweiteiler thematisiert sexuelle Übergriffe

In der neuen Produktion spielt sie Laura, der nach einer Nacht mit Hendrik Erinnerungen fehlen. Sie ist überzeugt, vergewaltigt worden zu sein, auch wenn er das Gegenteil behauptet. Leider muss die Schauspielerin auch im echten Leben - wenngleich weniger extrem - ähnliche Erfahrungen machen, wie sie im Interview mit Bild am Sonntag berichtet.

Einmalbietet sich die Chance auf eine größere TV-Rolle. Doch um sie zu bekommen, wird Woll ein unmissverständliches Angebot gemacht. Sie erklärt: "Überall, wo Macht im Spiel ist, besteht eine potenzielle Gefahr, diese zu missbrauchen. Auch für sexuelle Zwecke." Als sie den unmöglichen Deal ablehnt, ist die Rolle weg.

"Mut und Selbstwertgefühl"

Als Frau sei es wichtig, in einer solchen Situation stark zu bleiben, fasst die Schauspielerin zusammen. Sie sei nicht bereit, sich für die Rolle bedrängen zu lassen. Doch das ist nicht immer so einfach. Woll fährt fort: "Das erfordert aber Mut und Selbstwertgefühl."

Aufgrund ihrer persönlichen Erfahrungen sei ihr die neueste Rolle so wichtig. "Es erschreckt mich, wie viele Frauen exakt diese Situation erleben und ihnen hinterher nicht geglaubt wird", so Woll. Der erste Teil von Du sollst nicht lügen läuft morgen im Fernsehen an.