Dagmar Berghoff gesteht Suizidgedanken

Die 79-jährige Dagmar Berghoff, legendäre Tagesschau-Sprecherin, redet offen über ihre schwierige Kindheit und darüber, dass sie einst den Lebenswillen verloren hat.

Dagmar Berghoff 2018 in Hamburg
© picture alliance @GettyImages
Dagmar Berghoff 2018 in Hamburg

Dagmar Berghoff kann man getrost als eine Legende bezeichnen – immerhin wird sie 1976 die erste Tagesschau-Sprecherin beim NDR. Zuvor besucht sie eine Schauspielschule, jobbt als Au-pair in London und Paris und arbeitet dann beim Südwestfunk, so berichtet es Bunte. Was auf den ersten Blick wie eine fantastische Erfolgsgeschichte klingt, birgt jedoch auch dunkle Seiten.

Übrigens schaut sie immer noch regelmäßig Tagesthemen oder Tagesschau und ist ein Fan von Markus Lanz im ZDF. Im Gespräch mit Bunte sagt sie:

Und ich treffe mich alle zwei Wochen mit Freunden zum Kartenspielen,  das genieße ich. Mir geht es sehr gut.

Große Trauer um 2001 verstorbenen Ehemann

Das ist anscheinend nicht immer so gewesen. Der letzte große Schicksalsschlag, der sie ereilt, ist der Tod ihres Mannes Peter Matthaes im Jahr 2001. Wie Bunte aktuell schreibt, ist dies ein schrecklicher Verlust – Berghoff wird mit folgenden Worten zitiert: "Unter dem Tod meines Mannes habe ich unglaublich gelitten." Wie dieser möchte sie übrigens nach ihrem eigenen Tod laut RND in der Nordsee bestattet werden.

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Dagmar Berghoff, Chefsprecherin von ARD-Tagesschau, 1996 Peter Bischoff @GettyImages

Schwieriges Verhältnis zur Mutter ist belastend

In ihrem Buch beschreibt die beliebte Hörfunk- und Fernsehmoderatorin Szenen aus ihrer Kindheit, die das belastete Verhältnis zur Mutter laut Bunte offenlegt – die übrigens manisch-depressiv gewesen sei:

Das Verhältnis zu meiner Mutter war schwierig, weil ich irgendwann merkte, dass sie mich ablehnte. Sie war der Ansicht, ich sei nach der Geburt vertauscht worden.

Eines Tages habe sich die Mutter vor einen Zug geworfen, als Berghoff gerade sieben Jahre alt gewesen ist. Und auch Berghoff selbst blieb von Suizidgedanken nicht verschont, wie Bunte erwähnt:

Mit Anfang 20 auf der Schauspielschule, als ich nicht wusste, wie ich finanziell über die Runden kommen sollte und ob ich überhaupt begabt genug war. Ich erinnere mich, wie ich an einem Tag so verzweifelt war, dass ich überlegte, ob es nicht besser wäre, dem Ganzen ein Ende zu setzen.

Verwendete Quellen:

Bunte: "Ich wollte mir das Leben nehmen"

RND: "Tod gehört zum Leben dazu: Dagmar Berghoff hat ihre Beerdigung schon durchgeplant"

"Tagesschau"-Urgestein Dagmar Berghoff bemängelt Bezahlung "Tagesschau"-Urgestein Dagmar Berghoff bemängelt Bezahlung