„Ich bin nicht so der Vermisser-Typ“: Wie Thomas und Lisa Müller mit der Fernbeziehung leben

Seit dem Sommer 2025 sind Thomas Müller und Lisa Müller durch ihren Alltag 8.000 Kilometer voneinander getrennt. Doch wie meistern sie das? Diese seltenen Einblicke zeigen, wie das Powerpaar mit Distanz, neuen Herausforderungen und alten Klischees umgeht.

„Ich bin nicht so der Vermisser-Typ“: Wie Thomas und Lisa Müller mit der Fernbeziehung leben
© @ esmuellert
„Ich bin nicht so der Vermisser-Typ“: Wie Thomas und Lisa Müller mit der Fernbeziehung leben
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Trennung wegen Karriereschritt – das ist für wohl kaum jemanden ein einfacher Entschluss. Bei Thomas Müller und seiner Frau Lisa wurde daraus Realität, als er als einer der legendärsten deutschen Fußballer nach über zwei Jahrzehnten beim FC Bayern zu den Vancouver Whitecaps nach Kanada wechselte. Die Pferde, der gemeinsam aufgebaute Stall in Bayern und die Ehefrau blieben zurück – die neue Heimat Vancouver ist rund 8.000 Kilometer entfernt.

„Zu meiner Zeit in Vancouver gehört es jetzt eben, dass ich meine Frau und die Pferde nur selten um mich habe“, erklärt er nüchtern.

Für Müller, der nie als besonders heimwehgeplagt galt, ist Fernweh fast schon Programm:

„Ich bin nicht so der Heimweh- oder Vermisser-Typ, war ich noch nie. Schon als Kind nicht.“

Die Zeitverschiebung von neun Stunden zwischen Deutschland und Kanada bringt den Alltag des Paares kräftig durcheinander – Telefonate gibt’s dann oft direkt vor Müllers Spielen, manchmal muss für Managemententscheidungen sogar nachts kurz zum Handy gegriffen werden.

Lisa Müller: Selbstbestimmt und unabhängig in Bayern

Während Thomas im Fußballstadion unterwegs ist, hält Lisa in der Heimat die Stellung. Als Profi-Dressurreiterin und Geschäftsführerin des Gestüts in Wettlkam managt sie Pferd und Betrieb. An Trennung war für sie nicht zu denken:

„Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen“, so Lisa offen.

Statt Trübsal blasen, steht längst Individualität auf dem Plan – der Verkauf des Guts kam für sie nie infrage. Ihren eigenen Weg, auch öffentlich, unterstreicht sie seit Oktober 2024: Damals hörte Lisa auf, Thomas auf Instagram zu folgen, löschte sämtliche Pärchenfotos und betonte damit: Sie ist mehr als nur „Spielerfrau“.

„Ich habe am Anfang lange versucht, dagegen anzukämpfen und zu sagen: 'Ich bin mehr, ich kann reiten'“, erinnert sie sich.

Heute kann sie mit Vorurteilen gelassener umgehen:

„Inzwischen ist es mir egal.“

Sogar Humor findet sie inzwischen darin:

„Ich werde immer für die Dümmste im Raum gehalten. Es ist manchmal auch schön, für das Dummerl gehalten zu werden, dann kann man Menschen mehr beeindrucken, wenn sie mit einem reden.“

Zwischen Politik, Pferden und neuen Chancen

Obwohl der Alltag getrennt wird, bleiben beide per Telefon in engem Austausch, vor allem, wenn es um das Gestüt und die Pferdezucht geht. „Das kann man natürlich alles gut telefonisch klären“, meint Lisa und verrät, dass sie gemeinsam die Zuchtentscheidungen im Frühjahr besprechen. Auch die Politik gewinnt für Lisa an Bedeutung: In der CSU engagiert sie sich zunehmend, absolvierte ein Praktikum bei Ilse Aigner. Zwar wurde sie als Kandidatin für ein offizielles politisches Amt angefragt, doch wie sie selbst sagt:

„Ich bin zu viel Schisser gewesen.“

Thomas‘ Meinung dazu? Volle Unterstützung:

„Ich finde es sehr gut, wie engagiert Lisa ist und sich dort reinarbeitet. Ich unterstütze ihr Vorhaben absolut.“

Wer ihr politisches Engagement für eine Inszenierung hält, liegt laut Thomas falsch:

„Das Ganze ist kein PR-Gag. Sie ist an den inhaltlichen Themen sehr interessiert.“

Gleichwohl besteht zwischen beiden Übereinstimmung in Sachen Karrierefokus:

„Er als Sportler weiß, wie sehr ich für meinen Sport lebe. Ich als Sportlerin weiß, wie sehr er für seinen Sport lebt.“

Karriere, Medien, Privatleben: Müller bleibt Müller

Thomas Müller ist nicht nur auf dem Spielfeld, sondern inzwischen auch vor der Fernsehkamera präsent. Als Experte für MagentaTV bei der Weltmeisterschaft 2026 feiert er sein neues Kapitel nach dem Abgang vom FC Bayern, wo er mit 750 Spielen und 13 Meistertiteln Vereinsgeschichte schrieb. Sein Wechsel nach Kanada spaltete anfangs die Fans, brachte ihm 2025 rund 1,2 Millionen Euro Gehalt und 2026 sogar sechs Millionen. Mit Lisa, die in Bayern bleibt, arbeitet er längst an Zukunftsplänen – Kinder sind aber vorerst nicht geplant, so Müller noch 2023 zu Bild:

„Aktuell sind im Hause Müller noch keine Kinder geplant. Wir sind beruflich beide gerade noch voll im Saft und haben noch einige große sportliche Ziele vor uns. Lisa im Reitsport und ich im Fußball.“

Zuletzt unterstrich Lisa, dass es nie eine Option war, das Gestüt zu verkaufen oder zu verlassen:

„Es sei auch nie die Frage gewesen, dass wir unser Gestüt für ein Jahr alleine lassen.“

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Verwendete Quelle:

Thomas Müller: So denkt er über Fernbeziehung mit Lisa

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