Er galt als einer der ganz Großen des deutschen Motorsports und als echtes Original. Hans Herrmann, geboren am 23. Februar 1928 in Stuttgart, wurde mit seinem kompromisslosen Fahrstil und seinem unermüdlichen Mut schnell zu einer Ikone des internationalen Rennsports. Am Freitag starb der langjährige Rennfahrer im Alter von 97 Jahren. Die Nachricht, bestätigt von Porsche auf Bitten seiner Familie, sorgt für Nachhall – nicht nur in der Sportwelt, sondern besonders bei allen, die mit der Geschichte von Porsche und dem Motorsport verbunden sind.
Ein Leben für die Geschwindigkeit : Hans Herrmanns legendäre Karriere
Viele Motorsportfans kennen Hans Herrmann vor allem wegen eines historischen Sieges : 1970 gewann er die legendären 24 Stunden von Le Mans zusammen mit dem Briten Richard Attwood in einer Porsche 917. Diese Leistung war nicht nur der persönlich größte Renn-Erfolg von Herrmann, sondern bescherte Porsche den allerersten Gesamtsieg bei diesem wichtigsten Langstreckenrennen überhaupt – ein echter Meilenstein.
Doch Herrmann bewegte nicht nur Porsche-Fahrzeuge am Limit. Bereits in den 1950er- und 60er-Jahren fuhr er für hochkarätige Teams wie Mercedes und BMW und machte sich mit seinem legendären Fahrstil schnell einen Namen im internationalen Motorsport. Besonders sein Mut und seine Hartnäckigkeit sorgten dafür, dass er in unzähligen Rennen startete – häufig unter härtesten Bedingungen und immer mit vollem Risiko.
Nach seinem Sieg in Le Mans hielt der damals 42-Jährige Wort und verabschiedete sich von der aktiven Karriere. Seiner Frau Madeleine hatte er versprochen, nicht mehr „am seidenen Faden des Schicksals“ zu fahren, sollte er einmal das berühmte französische 24-Stunden-Rennen gewinnen. Sie hatte ihm jahrelang ins Gewissen geredet – mit kleinen Zetteln, die sie hinter den Kulissen an Mechaniker verteilte, und der festen Hoffnung, dass ihr Mann irgendwann endlich aussteigt.
„Hans im Glück“ : Zwischen Triumphen und Tragödien
Hans Herrmann wurde nicht nur von seinen Fahrkünsten und Erfolgen geprägt, sondern auch von seinem unglaublichen Glück – und mehreren spektakulären Unfällen, die er wie durch ein Wunder überstand. So trug er den Spitznamen „Hans im Glück“, denn er überlebte gleich mehrere schwere Crashs, etwa beim Grand Prix von Monaco 1955 oder bei einem Horrorunfall auf der Avus in Berlin 1959:
„Er wurde damals aus seinem Wagen geschleudert und blieb vergleichsweise glimpflich“, wie es bei gala.de hieß.
Herrmann wusste auch, wie unberechenbar der Rennsport ist. Viele seiner Freunde überlebten die wilden Jahre des Nachkriegs-Motorsports nicht:
„Ich war mir der Gefahr stets bewusst und hatte Glück – im Gegensatz zu vielen Kollegen, die es nicht geschafft haben.“
Ich wollte das Schicksal nicht weiter herausfordern., erklärte Hans Herrmann selbst später als Grund für seinen Abschied.
Nach dem Rennsport : Botschafter für Porsche und lebende Legende
Bis ins hohe Alter blieb Herrmann dem Motorsport treu – als Besucher, Berater und Markenbotschafter für Porsche, aber auch bei Oldtimer-Rennen und historischen Veranstaltungen. In der Szene wurde er lange als einer der prägendsten Werksfahrer von Porsche bezeichnet. Thomas Laudenbach, aktueller Motorsportchef von Porsche, würdigte sein außergewöhnliches Lebenswerk.
Hans Herrmann hinterlässt neben seiner Frau Magdalena zwei Söhne und einen Enkel. Für viele Motorsportfreunde wird sein Name stets mit dem ersten großen Triumph für Porsche in Le Mans und dem „Hans im Glück“-Mythos verbunden bleiben. Sein Tod reißt eine große Lücke – nicht nur bei seiner Familie, sondern im gesamten Sport.
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Verwendete Quelle:
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