"Eine neue Ära im Kino": Wie Martin Scorsese jetzt KI in seine Filme bringt © martinscorsese_
Veröffentlicht am 03/06/2026 um 11:55 von der Redaktion

"Eine neue Ära im Kino": Wie Martin Scorsese jetzt KI in seine Filme bringt

Martin Scorsese, die Regie-Legende, mischt mit seinen 83 Jahren noch immer die Filmwelt auf – dank künstlicher Intelligenz. Wie genau will er die neue Technik nutzen und wie reagiert Hollywood auf diesen Schritt?

Martin Scorsese zieht nie einfach nur so neue Register – wenn der Oscarpreisträger einen neuen Weg einschlägt, schaut die Branche genau hin. Kürzlich veröffentlichte das KI-Unternehmen Black Forest Labs ein Video, das Scorsese selbst zeigt: Mit ruhiger Stimme kündigt er an, künftig smarte KI-Tools bei der Filmvorbereitung einzusetzen. Konkret geht es dem Kultregisseur darum, schon im Vorfeld visuelle Ideen schneller auszuarbeiten, etwa mit Storyboards, wie sie bei großen Produktionen üblich sind. Ein Storyboard ist dabei „eine Abfolge von Illustrationen oder Bildern, die eine Szene Schritt für Schritt zeigen, um einen Film vor dem Dreh zu planen“. Für Scorsese ist das ein logischer Fortschritt. Die Filmbranche steht vor einer technischen Neuerung – wie sehr wird das die Arbeit in Zukunft verändern?

KI trifft auf Kinokunst: Was sich für Scorsese ändert

Die Partnerschaft mit Black Forest Labs macht deutlich: Moderne Technik soll noch stärker in Scorseses kreative Abläufe einfließen. Er betont, dass er visuelle Ideen schneller entwickeln und sie seinem Team klarer vermitteln möchte. Für jemanden, der schon die Technik der digitalen Verjüngung in The Irishman oder 3D in Hugo eingesetzt hat, ist diese Offenheit fast selbstverständlich. Die KI soll also nicht den kreativen Prozess ersetzen, sondern ergänzen und beschleunigen. Doch nicht alle Kolleginnen und Kollegen sind sofort überzeugt.
Neben Vorfreude gibt es auch Skepsis. Während etwa Demi Moore und Reese Witherspoon sich vorsichtig offen für KI-Technologien zeigen, brodelt in Hollywood ein größerer Konflikt um den richtigen Umgang. Die großen Streiks von 2023, ausgelöst durch die Gewerkschaften Writers Guild of America und SAG-AFTRA, haben klare Richtlinien fürs KI-Nutzung erzwingen wollen. Das Thema bleibt also hochbrisant.

Zwischen Aufbruch und Angst: Die KI-Debatte spaltet Hollywood

Scorseses Ankündigung hat viele Diskussionen entflammt. Neben positiven Stimmen häufen sich in der Community auch kritische Kommentare. Besonders die Angst vor Arbeitsplatzverlust spielt eine große Rolle. Werden die Aufgaben von Storyboard-Künstlerinnen möglicherweise bald automatisiert? Schon im Frühjahr 2025 hatten Hunderte Filmschaffende eine offene Warnung an die US-Regierung geschickt, um strengere Schutzmechanismen für das Urheberrecht im Umgang mit KI durchzusetzen. Diese Sorgen sind nicht unbegründet, denn eine Technologie, die kreativ unterstützen soll, könnte gleichzeitig Jobs gefährden.
Der Regisseur rechnet mit Veränderungen, doch er sieht die KI als ein Werkzeug, um visuelle Ideen zu beschleunigen und effizienter zu kommunizieren – nicht als Ersatz für echte künstlerische Arbeit. Die große Herausforderung wird sein, wie Hollywood künftig die Balance zwischen Automatisierung und handwerklicher Kreativität findet. Werden Mitarbeitende künftig um ihren Platz bangen müssen, oder schafft KI Raum für neue kreative Formen? Diese Fragen bleiben weiter offen.

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Martin Scorsese: Regielegende will künftig KI-Tools nutzen