Emilia Clarke erzählt: „Ich war überzeugt, sterben zu müssen“ © Game of thrones
Veröffentlicht am 19/05/2026 um 14:00 von der Redaktion

Emilia Clarke erzählt: „Ich war überzeugt, sterben zu müssen“

Hinter den Kulissen von Game of Thrones kämpfte Emilia Clarke mit weit mehr als nur den Herausforderungen am Set. Was passierte wirklich, als sie fast ihr Leben verlor?

Kaum jemand hätte gedacht, dass Emilia Clarke nach den Dreharbeiten der ersten Staffel von Game of Thrones eine lebensbedrohliche Erfahrung durchleben würde. „Das Nächste, womit ich es vergleichen kann, ist: Stell dir vor, ein Gummiband schnappt um dein Gehirn“, beschreibt Clarke ihren Albtraum, der ihr Leben auf den Kopf stellte.

Mit erst 39 Jahren blickt die Schauspielerin auf eine gesundheitliche Odyssee zurück: Kurz nach den Aufnahmen brach sie in einem Londoner Fitnessstudio zusammen – Diagnose: Hirnblutung. Nicht nur für Clarke selbst kam das völlig überraschend. Im Verlauf der Behandlung stellten Ärzte zudem ein zweites Aneurysma fest, das weitere Eingriffe notwendig machte. „Dieser irrsinnige Druck“, so erinnert sich Clarke, hat sie über lange Zeit begleitet.

Der zweite Albtraum: Operation mit Risiko und Angst

Die Entdeckung des zweiten Aneurysmas führte Clarke nach New York. Dort wurde sie erneut operiert, doch die Operation verlief nicht ohne Komplikationen. Die Ärzte fürchteten um ihr Leben und informierten ihre Eltern:

„Wir glauben, sie wird sterben.“

Diese Worte dürften für Clarke wie ein Schlag gewesen sein. Doch die Schauspielerin kämpfte sich zurück. Kaum genesen, stand sie wieder auf der Bühne – beim San Diego Comic-Con. Trotz dieser Stärke spürte sie innerlich einen enormen Druck, der sie auch vor der Öffentlichkeit verbarg. Im Podcast How To Fail with Elizabeth Day erzählt sie offen:

„Ich schämte mich so sehr, dass das passiert war. Ich hatte Angst, die Leute, die mich engagiert hatten, könnten mich für schwach halten.“

Diese Angst, die eigene Karriere zu verlieren, lastete schwer auf ihr. Doch anstatt sich zurückzuziehen, fand Clarke einen Weg, mit der neuen Verletzlichkeit umzugehen. „Wenn du eine Hirnverletzung hast, bewegst du dich anders durch die Welt. Du wirst sehr sensibel“, erklärt sie und beschreibt damit eine neue Art, mit der Welt in Kontakt zu treten.

Neuanfang mit SameYou: Ein Zeichen gegen das Alleinsein

Aus dieser Erfahrung heraus gründete Emilia Clarke 2019 gemeinsam mit ihrer Mutter die Stiftung SameYou, die Menschen unterstützt, die eine Hirnverletzung überlebt haben. Ziel ist es, die isolierende Erfahrung einer solchen Erkrankung zu überwinden und den Betroffenen neue Kraft zu geben.

Im Gespräch mit dem Magazin Big Issue 2024 betonte die Schauspielerin die Bedeutung dieses Engagements:

„Eines der größten Gefühle, die ich mit einer Hirnverletzung hatte, war, tiefgreifend allein zu sein. Das ist es, was wir zu überwinden versuchen.“

Die Stiftung bietet nicht nur medizinische Hilfe, sondern vor allem auch soziale Unterstützung, um das Gefühl von Einsamkeit zu bekämpfen, das Clarke selbst nach ihren gesundheitlichen Krisen erlebte.

Emilia Clarkes Geschichte ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie auch schwere Rückschläge einen neuen Lebensweg eröffnen können. Trotz der dramatischen Erfahrungen hat sie nicht nur ihr Karriereleben weitergeführt, sondern auch ihre persönliche Mission gefunden: anderen Betroffenen Mut zu machen und Heilung zu ermöglichen.

Diese Offenheit und ihr Engagement schaffen ein neues Bild von Stärke, das weit über die Rolle der "Mutter der Drachen" hinausgeht. Clarke beweist, dass wahre Größe auch darin liegt, Ängste zu überwinden und sich für andere einzusetzen – eine Botschaft, die ihre Fans tief bewegt.

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