Uma Thurman über Abtreibung: "Bis jetzt mein dunkelstes Geheimnis"

Uma Thurman verurteilt am Dienstag das neue texanische Abtreibungsgesetz. Die Schauspielerin sagt, ihr Herz sei für die Frauen in diesem Bundesstaat gebrochen und offenbart gleichzeitig ihr dunkelstes Geheimnis.

In einem sehr persönlichen Beitrag in der Washington Post teilt Schauspielerin Uma Thurman ihr dunkelstes Geheimnis: Als Teenager hatte sie eine Abtreibung.

Indem sie sich zu dieser Entscheidung äußert, hofft sie, "Frauen und Mädchen Mut zu machen, die sich aufgrund der Entscheidung einer Abtreibung als eine Schande empfinden", wie es im Nachrichtenblatt steht.

Anlass ist neues US-Gesetz

Gemeint ist damit ein neues Gesetz im US-amerikanischen Bundesstaat Texas, welches Zivilist:innen erlaubt, jene zu verklagen, die einer Frau dabei helfen, nach der sechsten Schwangerschaftswoche eine Abtreibung durchzuführen.

Die klagenden Personen müssen keine Verbindung zu denjenigen nachweisen, gegen die sie vorgehen. Ebenso sieht das Gesetz keine Ausnahmen für Fälle von Vergewaltigung oder Inzest vor.

"Es ist bis jetzt mein dunkelstes Geheimnis"

Die Kill Bill-Darstellerin erzählt, wie sie in jungen Jahren von einem deutlich älteren Mann ungewollt schwanger geworden ist. Zu dieser Zeit befindet sie sich gerade auf einer Reise durch Europa und lebt dabei aus ihrem Koffer. Weit entfernt von ihrer Familie und kurz davor, einen Job zu beginnen, sind ihr die Umstände zu viel, um ein Kind zu gebären und großzuziehen.

Daher entscheidet sich Uma Thurman, das Kind abzutreiben. Eine leichte Entscheidung ist das aber nicht gewesen, wie sie in der Washington Post schreibt:

Es ist bis jetzt mein dunkelstes Geheimnis. Die Abtreibung, die ich als Teenager vornahm, war die schwierigste Entscheidung meines Lebens, eine, die mir damals Schmerzen bereitet hat und mich sogar jetzt noch traurig macht. Mein Herz war gebrochen.

"Habt Mut"

Die Schauspielerin - heute Mutter von drei Kindern, die sie mit dem Schauspieler Ethan Hawke bekommen hat - will mit dem öffentlichen Umgang dieses Themas andere Frauen ermutigen. So schreibt sie abschließend:

An alle Frauen und Mädchen in Texas, die Angst haben, von Kopfgeldjägern traumatisiert und gejagt zu werden; an alle Frauen, die sich darüber empören, dass der Staat uns unsere Körperrechte nimmt; und an alle, die verletzlich sind und sich schämen müssen, weil sie eine Gebärmutter haben - ich sage: Ich sehe euch. Habt Mut. Ihr seid wunderschön und ihr erinnert mich an meine Töchter.
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