Ed Sheeran — Wikimedia Commons © Harald Krichel — Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0) — https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ed_Sheeran-6886_(cropped).jpg
Veröffentlicht am 15/09/2026 um 10:30 von der Redaktion

„Unsere Freundschaft kann nichts an meiner Verantwortung ändern“ Macklemore fliegt aus Sheerans US-Tour

Riesige Konzerthallen, tausende Fans – aber eine politische Botschaft sorgt für einen Paukenschlag auf Ed Sheerans US-Tour. Was steckt hinter Macklemores plötzlichem Rauswurf und wie reagieren die Stars selbst auf die Kontroverse?

Die „Loop Tour“ von Ed Sheeran zählt zu den größten Musik-Events dieses Jahres. Noch bis vor Kurzem sollte auch der US-Rapper Macklemore als Support-Act auf der Bühne stehen. Doch nach zwei aufsehenerregenden Konzerten im MetLife Stadium (New Jersey) wurde Macklemore vor den letzten acht US-Stopps der Tour aus dem Vorprogramm geworfen. Ausschlaggebend waren seine Statements zum Nahostkonflikt. Während seiner Auftritte am 4. und 5. September 2026 schrie Macklemore vor zehntausenden Zuschauern „Free Palestine“ ins Mikro und ließ Bilder aus dem Kriegsgebiet Gaza zeigen – das sorgte für heftige Reaktionen, auch abseits der Musikszene.

Stadionbesitzer machen Druck – und entscheiden über Macklemores Zukunft

Wenige Tage nach den umstrittenen Auftritten wurde Macklemores Rauswurf offiziell. „Ich hatte einige schwierige Gespräche“ – so beschreibt Macklemore auf Instagram die letzten Tage. Im Zentrum der Debatte: Große Stadien in den USA wollten den Rapper nicht mehr als Teil der Show akzeptieren. Besonders Robert Kraft, Besitzer des Gillette Stadium bei Boston, soll laut Macklemore Druck ausgeübt haben:

„Ed sagte mir, Kraft habe gesagt, ich dürfe in seinem Stadion nicht auftreten ... gemeinsam hätten sie ihm ein Ultimatum gestellt: Wenn Macklemore auf der Tour bleibt, dürft ihr nicht in unseren Hallen spielen.“

Tatsächlich bestätigte Kraft diesen Schritt im Gespräch mit NBC News und verwies auf Macklemores Auftritte in New Jersey als Auslöser. Kraft betonte den größeren Kontext: Es ginge nicht nur um diese Shows, sondern um „eine umfassendere Geschichte von Rhetorik und Bildsprache, die aus unserer Sicht für die jüdische Gemeinschaft tief verletzend und beleidigend war“. Am Ende gehe es um das Ziel, „Frieden für alle Menschen, ein Ende des Leids und ein Ende jeden Hasses.“

Macklemore bleibt klar – „Ich brauchte keine zehn Shows“

Macklemore, inzwischen 43, nutzte seine Social Media-Kanäle, um seine Beweggründe zu erklären.

„Aber wie ich Ed am Telefon mehrfach gesagt habe: Unsere Freundschaft kann nichts an meiner Verantwortung ändern, die Wahrheit über das zu sagen, was passiert ist.“

Laut Veranstalter Messina Touring Group stand sogar die gesamte US-Tour auf der Kippe: Einige Hallenbetreiber stellten laut Bericht klar, keinen Auftritt mit Macklemore mehr zu dulden. Wäre er nicht gestrichen worden, hätten „hunderttausende Fans“ auf die Shows verzichten müssen. Für Macklemore selbst war klar:

„Ich brauchte keine zehn Shows. Ich brauchte zwei. Zwei Gelegenheiten, vor 90.000 Menschen zu stehen und die Worte zu sagen, die irgendwie zu gefährlich geworden sind: Free Palestine.“

Auch berühmte Kollegen wurden öffentlich Teil der Diskussion: Die Sängerin Pink beispielsweise distanzierte sich von Forderungen, Künstler zum Schweigen zu bringen, und stellte klar:

„Ich habe nie darum gebeten, dass ein anderer Künstler zum Schweigen gebracht wird, und ich bitte auch jetzt nicht darum.“

Was bleibt vom Eklat auf Ed Sheerans Tour?

Im Zentrum steht der Ausschluss des Rappers vor den finalen US-Konzerten der Tour. Damit fehlt bis zum Ende der US-Tour nun nicht nur ein bekannter Name im Vorprogramm, sondern es bleibt die Erkenntnis, wie schnell Politik und Pop-Kultur aufeinanderprallen können. Für die Fans, die auf die letzten Stadionshows gehofft hatten, ist diese Wendung mehr als nur eine verpasste Performance – es ist ein Zeichen dafür, wie weit der Einfluss einzelner Aussagen im Rampenlicht reichen kann.

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Verwendete Quelle:

Ed Sheerans "Loop Tour": Macklemore fliegt aus dem Vorprogramm