König Charles III.: Aktivisten stehlen drei Lämmer von seinem Anwesen

Aufsehenerregende Aktion in Norfolk: Aktivisten haben drei Lämmer von einer Weide auf König Charles' Anwesen Sandringham gestohlen. Damit wollen sie eine landesweite Diskussion über den Umgang mit Tieren anstoßen.

König Charles III.: Aktivisten stehlen drei Lämmer von seinem Anwesen
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König Charles III.: Aktivisten stehlen drei Lämmer von seinem Anwesen

König Charles III. (74) ist ins Visier von Tierrettern geraten. Wie die Aktivistengruppe "Animal Rising" auf ihrer Internetseite mitteilt, drangen drei Frauen auf das königliche Gelände in Norfolk ein und nahmen drei Lämmer mit. Mit der Aktion will die Organisation auf die Behandlung von Tieren aufmerksam machen.

"Ich habe das Schaf des Königs gerettet"

Die Gruppe veröffentlichte Bilder und Videos von der Aktion, die abends auf der Appleton Farm stattfand. Sie gehört zum königlichen Anwesen Sandringham. Die Aktivisten teilten mit, dass die Lämmer mit einem Lastwagen in Sicherheit gebracht worden seien und sich die Frauen am nächsten Morgen der Polizei gestellt hätten. In Windsor hielten sie Plakate hoch mit Slogans wie "Ich habe das Schaf des Königs gerettet". Die Tiere seien sonst wohl geschlachtet worden. Es ist die erste große Rettung der Gruppe, die weitere Aktionen beabsichtigt.

"Die königliche Familie könnte eine Vorreiterrolle spielen"

Sarah Foy (23) ist eine der Beteiligten. Sie erklärte ihren Einsatz so: "Tiere wollen wie alle anderen ein sicheres Leben führen, ohne ausgenutzt oder ausgebeutet zu werden. Leider ist das hier in Sandringham und überall dort, wo sie in unserem Lebensmittelsystem verwendet werden, nicht der Fall." Nun könnten die drei königlichen Schafe "ihr Leben in vollen Zügen genießen". Es sei dringend eine landesweite Diskussion über die Beziehung zu Tieren und Natur notwendig. "Die königliche Familie könnte dabei eine Vorreiterrolle spielen. Sie besitzen Land, das etwa doppelt so groß ist wie der Großraum London."

Die Aktion folgt auf einen Bericht der Zeitung "The Guardian". Darin hieß es, dass der König und sein Sohn Prinz William (40) das Dartmoor-Gebiet in Cornwall schlecht verwaltet hätten. Das Land sei durch die Beweidung von Tieren degradiert worden. "Animal Rising" sieht sich als "eine soziale Bewegung mit dem Ziel, eine neue Beziehung zu allen Lebewesen aufzubauen und uns eine Chance auf eine sichere ökologische Zukunft zu geben". Die Gruppe fordert in erster Linie den Übergang zu einem nachhaltigen pflanzlichen Lebensmittelsystem sowie ein Programm zur Wiederaufforstung.

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