"Richtig frustrierend": Charlize Theron macht ihrer Wut über die Golden Globes Luft
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"Richtig frustrierend": Charlize Theron macht ihrer Wut über die Golden Globes Luft

Vor Kurzem werden die Filme bekanntgegeben, die für den Golden Globe 2020 nominiert sind. Was auffällt: Unter all den nominierten (und unbestreitbar sehr guten) Regisseuren befindet sich dieses Mal keine einzige Frau.

Jahr für Jahr wiederholen sich dieselben Phänomene. Für 2020 sind Quentin Tarentino, Bong Joon-ho, Sam Mendes, Todd Philipps und Martin Scorsese für den Golden Globe in der Kategorie "Bester Regisseur" nominiert. Wieder einmal finden sich unter den Kandidaten also nur Männer. Warum sind keine Frauen darunter? Auf diese Frage wünscht sich die Schauspielerin Charlize Theron, die erst vor ein paar Monaten offen über die Erziehung ihrer Kinder spricht, eine Antwort.

Zwei Jahre nach #MeToo

So läuft es im Filmgeschäft, alles geht sehr schnell und oft werden Fehler aus der Vergangenheit in Windeseile wieder vergessen. Zwei Jahre nach dem #MeToo-Skandal scheint Hollywood seine Lektion nicht gelernt zu haben. Bei den Golden Globes ist nicht nur keine Frau in der Kategorie "Bester Regisseur" vertreten, auch in den Kategorien "Bester Film - Drama" und "Bester Film - Komödie oder Musical" sucht man weibliche Namen vergebens.

Die Schauspielerin Charlize Theron, die mit ihrem Film Bombshell selbst für den Golden Globe als "Beste Hauptdarstellerin" im Rennen ist, empört sich nun aufgrund der fehlenden Wertschätzung und Anerkennung von Frauen in diesem Beruf. In einem Interview mit LA Times erklärt sie: "Das ist hart. Das ist wirklich, wirklich hart. Und ich denke, dass es langsam richtig frustrierend wird. Deshalb müssen wir so lange laut bleiben, bis wir auch gehört werden."

Hätten die Frauen es verdient?

Manche protestieren angesichts dieser fehlenden Anerkennung für die Arbeit der Frauen. Für andere sind die fehlenden weiblichen Namen unter den Nominierungen eine Frage des Verdienstes. Lorenzo Soria, der Vorsitzende der Golden-Globes-Jury, betont, dass die fünf nominierten Regisseure auf jeden Fall ihren Platz verdienen, dass es aber bei mehreren Regisseurinnen durchaus legitim gewesen wäre, sie auch zu nominieren.

Dieses Jahr wären dies etwa Lorene Scafaria für Queens, Olivia Wilde für Booksmart oder Greta Gerwig für ihren Film Little Women mit Emma Watson gewesen. Gerwigs Film wurde sogar bei den Buchmachern als heißer Tipp für den besten Film bei den Golden Globes 2020 gehandelt.

Von Martin Gerst
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