„Sehr zum Leidwesen meiner Familie“: Lindsey Vonn denkt erneut über Comeback nach
Sie hat bei Olympia beinahe ihr Bein verloren, doch Lindsey Vonn denkt schon wieder an neue Rennen. Reicht eine schwere Verletzung, um einen echten Skistar aufzuhalten?
Fast niemand hat im vergangenen Winter so für Aufsehen gesorgt wie Lindsey Vonn: Die US-Amerikanerin, mittlerweile 41 Jahre alt, ist nach ihrem Horror-Sturz bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d’Ampezzo nicht nur mit schweren Verletzungen davongekommen, sondern überrascht nun mit einer weiteren Comeback-Idee. Gerade mal ein Jahr soll es dauern, bis ihr Körper alle Knochen wieder vollständig zusammenwachsen lässt – und schon jetzt sprechen viele darüber, ob Vonn wirklich zurück auf die Piste will. Wer glaubt, sie sei durch ihren Unfall gebrochen, kennt Vonn nicht. Ihre Leidenschaft brennt weiter. Oder wie sie in der NBC-Sendung Today mit einem Grinsen zu Protokoll gab:
„Sehr zum Leidwesen meiner Familie, ja.“ „Ich kann weitermachen.“
Die schwere Verletzung bei Olympia – und ein Kampfgeist, der noch nicht nachlässt
Bei der Abfahrt in Cortina d’Ampezzo im Februar dauerte es nur „13 Sekunden“, bis der Albtraum begann: Ein schwerer Sturz, der fast zur Amputation ihres linken Beins geführt hätte. Nach eigenen Angaben „konnten die Ärzte noch gerade so“ verhindern, dass ihr Bein abgenommen werden musste. Was folgte, waren mehrere Operationen und ein Krankenhausaufenthalt, der Lindsey Vonn an die Belastungsgrenzen brachte.
„Zwei Stunden Therapie, zwei Stunden in einer Überdruckkammer, Zeit im Fitnessstudio und mehr. Jeden Tag“, schildert sie ihren Tagesablauf während der Rehabilitation.
Doch für Lindsey ist Rückzug keine Option:
„Ich weiß, dass ich glücklich sein werde, wenn ich wieder Skirennen fahre.“ „Es könnte Spaß machen, noch einen Lauf zu machen.“
Familie halb entsetzt, halb motivierend: Ein Satz als möglicher Auslöser des Comebacks
Besonders emotional wurde es, als ihr Vater nach dem Sturz öffentlich davon sprach, dass ihre Sportlerkarriere nun endgültig vorbei sei. Und genau das, so Lindsey, könnte ihr den letzten Schub geben:
„Es gibt einen sicheren Weg, mich dazu zu bringen, etwas zu tun: Mir zu sagen, dass ich es nicht kann. Mein Vater könnte also der ausschlaggebende Punkt sein, warum ich noch ein letztes Mal zurückkomme.“
Wie stark der Drang nach einem „letzten Lauf“ ist, formulierte sie mit den Worten:
„Es ist einfach so, dass ich Skirennen liebe und ich nie einen letzten Lauf hatte.“
Deutliche Worte, die sowohl Trotz als auch Sportlerherz zeigen. Für Vonn zählt nicht nur das eigene Wohl, sondern auch, dass ihr letztes Kapitel nicht bei „dem Sturz nach 13 Sekunden“ enden soll:
„Ich möchte überhaupt nicht, dass das mein Vermächtnis wird, denn ich hatte eine so fantastische Saison und habe Dinge geschafft, die noch niemand zuvor geschafft hat.“ „Ich bin immer noch irgendwie darin gefangen, ich hatte nicht meine Traumsituation bei den Olympischen Spielen.“
Noch in der Reha – aber ihre Entscheidung ist noch offen
Ein Comeback ist derzeit weder fix noch ausgeschlossen.
„Mein Kopf ist noch nicht so weit.“
Das Rennen und die Verletzung sitzen tief, doch die Lust auf das Gefühl, durch die Tore zu rasen, ist ungebrochen. Vonn drückt es selbstbewusst aus:
„Ich brauche niemandes Erlaubnis, um das zu tun, was mich glücklich macht.“
Ihr Alltag besteht momentan aus Reha, Fitness und kleinen Fortschritten auf dem Weg zurück ins Leben. Sie genießt kurze Pausen, gibt aber auch zu:
„Ich lege meine Füße hoch, wenn ich so weit bin, vielen Dank auch.“
Offen lässt sie, ob sie wirklich noch einmal professionell startet – oder ob es bei dem Traum eines letzten Laufs bleibt. Klar ist nur: In einem Punkt will sie sich nicht festlegen lassen, auch nicht von ihrer Familie.
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