Als Sohn der norwegischen Prinzessin Mette-Marit war Marius Borg Høiby nie weit entfernt vom Blitzlicht. Nun steht er jedoch nicht als Royal, sondern als Angeklagter in einem deutschen Strafprozess im Mittelpunkt. Seit Wochen halten schwere Vorwürfe wie „Vergewaltigung in mehreren Fällen“ die Medien ebenso in Atem wie die Justiz. Seine Darstellung als Opfer empfindet das Publikum als wenig glaubhaft, und selbst im Gerichtssaal scheint sein Selbstbewusstsein zu bröckeln. Doch wie laufen solche Verfahren ab, und wie sind die Erfolgschancen aus Sicht der Verteidigung wirklich?
Marius Borg Høiby: Zwischen Promistatus und Haftanstalt
Marius Borg Høiby sitzt seit Eröffnung des Prozesses in Untersuchungshaft – ein ungewöhnlicher Schritt, aber einer, der das Gewicht der Vorwürfe widerspiegelt. Besonders brisant: Die Ermittler stützen sich auf eine Vielzahl von Beweisen. Dazu zählen nicht nur Videos und Chats, sondern vor allem Aussagen von Betroffenen. Trotzdem betont Strafrechtsexpertin Sandra Günther laut BUNTE:
„Abstammung und Herkunft spielen vor Gericht keine Rolle.“
Im Gegenteil, der prominente Hintergrund könne sich im Haftalltag sogar negativ auswirken.
Belastende Indizien und drohende Konsequenzen
Nach drei Wochen Prozess stehen vor allem zwei Dinge im Fokus: die Schwere der Vorwürfe und die klare Linie der Justiz. Zwar gilt „Im Zweifel für den Angeklagten“, doch belastbares Videomaterial und ausführliche Chats sprechen eine deutliche Sprache. Wie schwer die Strafe ausfallen könnte, hängt laut Experten von zahlreichen Faktoren ab. Während bei Körperverletzung gegebenenfalls noch eine Geldstrafe möglich sei, sieht das Gesetz für einen mehrfachen Vergewaltigungsvorwurf nach §177 StGB mindestens zwei Jahre Freiheitsstrafe vor – ohne Bewährung. Wer auf ein mildes Urteil hofft, sollte glaubwürdig Reue zeigen, seine Schuld einräumen und eine soziale Prognose bieten. Doch genau damit tut sich Høiby schwer. In einer Anhörung sagte er sinngemäß, er habe:
„stets nur Anerkennung dafür bekommen zu haben, der Sohn von Mette-Marit zu sein“.
Diese Selbsteinschätzung kommt bei Medien und Öffentlichkeit nicht gut an. Das Bild, das sich zunehmend verfestigt, ist das eines reichen, launenhaften und selbstbezogenen jungen Mannes, dessen Privilegien vor Gericht keine Gnade finden.
Zerbrochener Ruf und Konsequenzen für die Familie
Der Prozess ist nicht nur für Marius selbst, sondern auch für seine Mutter Mette-Marit eine enorme Belastung. Ihre Besuche im Gefängnis, die laut BUNTE nur mit richterlicher Genehmigung und meist begrenzt auf ein bis zwei Stunden monatlich möglich sind, werden in vielen Medien verfolgt. Das öffentliche Interesse nimmt kaum ab, und jedes Detail – ob Videobeweis oder Zeugenaussage – wird seziert. Der Status als Royal bietet ihm keinen Schutz, eher im Gegenteil: Die Aufmerksamkeit ist gnadenlos, das Urteil über seine Persönlichkeit längst gefällt, noch bevor das Gericht sein Urteil verkündet hat.
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Marius Borg Høiby: Seine Darstellung als Opfer kommt nicht gut an - BUNTE



