Lady Diana: Ex-Bodyguard erklärt, wer wirklich für Tod der Prinzessin verantwortlich ist
Lady Diana: Ex-Bodyguard erklärt, wer wirklich für Tod der Prinzessin verantwortlich ist
Weiterlesen

Lady Diana: Ex-Bodyguard erklärt, wer wirklich für Tod der Prinzessin verantwortlich ist

Jetzt spricht einer von Lady Dianas ehemaligen Bodyguards über ihren Tod der Prinzessin. Er erhebt schwere Anschuldigungen gegen einen Mann, der seiner Meinung nach wirklich für den "vermeidbaren" Unfall verantwortlich ist.

Über sechs Jahre sorgte Ken Wharfe als ihr Bodyguar für Lady Dianas Sicherheit jetzt enthüllen seine überarbeiteten Memoiren Diana: Closely Guarded Secret, dass das Sicherheitsteam der Prinzessin schuld an ihrem Tod sei.

Schlecht geschultes Sicherheitsteam

Ken Wharfe quittierte 1993 seinen Dienst bei Prinzessin Diana, vier Jahre, bevor sie bei dem schrecklichen Autounfall im Pont-de-l’Alma-Tunnel in Paris ums Leben kam. Doch Wharfe glaubt nicht an irgendwelche Verschwörungstheorien, seiner Meinung nach, ist das schlecht ausgebildete Sicherheitsteam der Prinzessin für ihren Tod verantwortlich.

Sie war kein Opfer irgendwelcher zwielichtigen Gestalten, die sie für eine Schande hielten, sondern ein Opfer des unberechenbaren Verhaltens ihres Freundes und der Fehler ihrer Bodyguards.
Ken Wharfe  Getty Images

In seinen Memoiren erklärt Wharfe, dass er in den sechs Jahren mit Diana gelernt habe, die Krone besser zu beschützen, als irgendjemand sonst. Das Sicherheitsteam, das zum Zeitpunkt des Unfalls für die Prinzessin verantwortlich war, hatte damals gerade erst sechs Wochen mit ihr verbracht. Wharfe schreibt:

Daher lassen Sie mich im Namen der Männer und Frauen von der Met-Schutztruppe erklären, weder Rees-Jones noch sonst einer der Bodyguards, die Diana in den zwei Monaten vor ihrem Tod beschützten, war aus unserer Abteilung. Ich bin noch immer sprachlos vor Wut darüber, dass dieses Team von "Bodyguards" zugelassen hat, dass sie zu Schaden gekommen ist. Unsere Abteilung hat sich über 15 Jahre um ihre Sicherheit gekümmert: Fayeds Team war gerade einmal acht Wochen für sie zuständig, bevor sie starb.

Drei Leben für eine Fehlentscheidung

Wharfe beschuldigt insbesondere Trevor Rees-Jones, den einzigen Überlebenden des Unfalls, bei dem nicht nur Diana, sondern auch Dodi Al-Fayed und der Fahrer ums Leben kamen. Er erklärt:

Rees-Jones war ein ehemaliger Soldat, der keine ausreichende Ausbildung genossen hatte, um das Mitglied einer Königsfamilie zu beschützen. Als er erfahren hat, dass die Fayed-Familie ihn zu Dianas Schutz in Frankreich abstellen möchte, hätte er sich für ein Briefing mit Scotland Yard in Verbindung setzen müssen.

Außerdem weist der ehemalige Bodyguard auf eine schwere Fehlentscheidung von Rees-Jones hin, welche für drei Menschen den Tod bedeutete.

Vor allem hat Rees-Jones einen schweren Fehler begangen, als er Dodi Al-Fayed erlaubte, bei dem "Schlag die Paparazzi"-Spiel mitzumachen, was zu dem Unfall mit überhöhter Geschwindigkeit im Tunnel von Pont de l’Alma am 31. August 1997 führte.
Trevor Rees-Jones Getty Images

Hätte das Unglück verhindert werden können?

Es ist allerdings nicht Jones alleinige Schuld, da Diana selber das Angebot der Queen für ein erfahreneres Sicherheitsteam abgelehnt hatte und wenn sie das Angebot angenommen hätte, wäre sie wahrscheinlich niemals in eine solche gefährlichen Situation geraten:

Wenn irgendeiner der Sicherheitsbeamten der Metropolitan Police bei ihr gewesen wäre, wäre Diana nicht in ein Auto mit einem betrunkenen Fahrer gestiegen: Dem widerspricht nicht nur Erfahrung, sondern gesunder Menschenverstand ... Dodi befahl dem Fahrer, zu schnell zu fahren: Rees-Jones hätte das unterbinden sollen. Ein Polizei-Schutzoffizier hätte nicht gezögert, Dodis Wunsch zu verbieten.

Doch vor allem macht sich Wharfe Gedanken, ob es die richtige Entscheidung war, von seinem Dienst zurückzutreten. Wäre er bei Diana gewesen, wäre ihr womöglich nie etwas passiert.

Es gab Momente, nachdem ich Diana 1993 verlassen habe, in denen ich mich gefragt habe, ob es richtig war, aufzuhören. Ganz besonders jedoch in diesem schrecklichen Moment. Die Prinzessin, die ich so viele Jahre beschützt hatte, lag tot in einem Pariser Krankenhaus. In meinem Kopf tauchten immer wieder dieselben Fragen auf: Hätte sie irgendwie gerettet werden können? Und wie konnte das passieren?
Von Martin Gerst
Letzte Änderung

Keine Verbindung
Bitte Einstellungen prüfen