Motsi Mabuses schwieriger Weg an die Spitze: "Du wirst es nie zu etwas bringen"

Motsi Mabuse ist nicht nur eine begnadete Tänzerin, sondern seit Let's Dance auch ein richtiger Star. Wie schwer ihr weg nach oben war, verrät sie nun in einem Interview.

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Im Jahr 2007 wird Motsi Mabuse zum ersten Mal einem breiteren Publikum bekannt. Sie tanzt sich erst mit Guildo Horn und danach mit Rolf Scheider durch die Shows, bis sie 2011 das Tanzparkett gegen das Jury-Pult tauscht. Auf ihrem Weg dorthin werden ihr jedoch mehr als nur ein paar Steine in den Weg gelegt.

"Du wirst es nie zu etwas bringen"

Die Tänzerin, die ursprünglich aus Südafrika stammt, wird schon in ihrer frühen Kindheit mit dem Thema Diskriminierung konfrontiert. Ihre Hautfarbe scheint Grund genug dafür zu sein, es ihr im Leben schwer zu machen.

Bei Wettbewerben, in denen ich gegen weiße Kinder angetreten bin, hat man mir das Gefühl gegeben, nicht willkommen zu sein. Ich habe nicht dazu gepasst, ich hatte nicht die richtigen Kostüme, weil wir das Geld dafür nicht hatten.

Auch vor ihrem Umzug nach Deutschland wird ihr unverblümt gesagt, dass sie es dort zu nichts bringen werde, da "schwarze Menschen faul sind."

Motsi lässt sich nicht unterkriegen

Statt allerdings den Kopf in den Sand zu stecken und an der Ungerechtigkeit anderer zu zerbrechen, zeigt sich die Jurorin kämpferisch. In der Sunerklärt sie, dass die schlimmen Erfahrungen, die sie schon als kleines Kind machen muss, sie eher anspornen.

Es gab Strukturen, die dafür gesorgt haben, dass schwarze Tänzer gar nicht gewinnen konnten. Das hat mich motiviert. Hätte ich schon früher und auch noch einfacher gewonnen, hätte ich niemals den Weg, den ich gegangen bin, gehen können. Das hat mich stärker gemacht.

Auch ihre Eltern bereiten sie darauf vor, dass sie es im Leben aufgrund ihrer Hautfarbe nicht immer leicht haben wird. Aber sie geben ihr auch mit auf den Weg, dass sie ihre Träume verfolgen soll.

Wie es aussieht, hat sie diese bereits in die Tat umgesetzt. Gut, dass sie die negativen Gedanken anderer in etwas Positives verwandeln konnte. Wir hoffen allerdings, dass im Jahr 2021 keine Kinder und Erwachsenen damit noch ernsthaft konfrontiert werden.