"The Crown": Deshalb ist der Netflix-Erfolg so gefährlich
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"The Crown": Deshalb ist der Netflix-Erfolg so gefährlich

Von Ipek Nesin

Die lang ersehnte vierte Staffel der Netflix-Serie The Crown ist seit einigen Tagen zugänglich. Doch wie historisch korrekt ist die Serie eigentlich?

Die Serie The Crown sorgt seit der ersten Staffel für reichlich Gesprächsstoff. Und das nicht nur bei den Fans, sondern auch bei den Royals selbst. Insbesondere die vierte Staffel dürfte viele Interessenten anziehen, wird doch Lady Diana in die Serie eingeführt.

Blick hinter die Kulissen

Während Zuschauer aber einen vermeintlichen Blick hinter die Kulissen des britischen Königshauses bekommen, wehren sich die Familienmitglieder selbst schon lange gegen die Serie mit dem Argument, dass die Fakten historisch nicht korrekt seien.

Im Gespräch mit dem SPIEGEL stellt Penny Junor, Journalistin und Biografin der Royals, jetzt klar:

Die Gefahr dabei ist, dass Menschen diese Serie, wie die vorherigen Staffeln, als Geschichte, als faktentreu betrachten – und das ist sie nicht.

Fünf Jahre Funkstille zwischen Charles und Camilla

Ein Beispiel: Spätestens seit Lady Diana in ihrem legendären BBC-Interview 1995 die Affäre zwischen Prinz Charles und Camilla Parker-Bowles enthüllt hat, glauben bis heute viele, dass die Liebesbeziehung der beiden, trotz der Hochzeit, nie ein richtiges Ende gefunden hat.

Fakt ist, dass Charles und Camilla in den ersten fünf Jahren seiner Ehe mit Diana gar keinen Kontakt zueinander haben. Erst dann kommt es zwischen den beiden wieder zu einer Annäherung.

"The Crown" hält sich nicht an die Fakten

Natürlich kann man jetzt mit künstlerischen Freiheiten argumentieren, die sich der Schöpfer der Serie, Peter Morgan, herausnimmt. Da die Serie aber so intime Einblicke in das Leben der Royals gibt, schauen Kritiker besonders genau hin.

So soll auch die Szene, in der Prinz Charles einen Brief seines Ziehvaters Lord Louis Mountbatten erhält, in dem dieser ihn bittet, die Beziehung zu Camilla zu beenden, frei erfunden sein. Besonders makaber: In der Serie wird der Brief von Charles erst nach dem tödlichen Attentat auf Lord Mountbatten zugestellt.

Serie stellt Königshaus in falschem Licht dar

Viele Experten und Mitarbeiter, die der royalen Familie nahestehen, finden, die Serie stelle das Königshaus in einem falschen Licht dar. Die Figuren seien zu kalt und unnahbar. Sogar von Rufmord ist die Rede. Auf die Frage, ob die Queen die Serie gucke, findet Penny Junor klare Worte:

Ich glaube nicht, dass sich die Queen die Serie anschaut. Ehrlich gesagt hoffe ich, dass sie es nicht tut.

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