Eurovision: Muss Siegerin Netta aus Israel ihren Preis zurückgeben?

Eurovision: Muss Siegerin Netta aus Israel ihren Preis zurückgeben?

Der Eurovision Song Contest sorgt auch in diesem Jahr wieder für heftige Diskussionen. Verrückte Beiträge beim ESC gab es in der Vergangenheit viele, doch dieses Mal landete einer ganz oben: "Toy" von Netta aus Israel. Zwar landete sie bei den Fachjurys auf einem soliden dritten Platz und gewann das Televoting für sich, doch im Internet entlädt sich der Hass gegenüber der Sängerin und ihrem Land.

Israel ist Erster, Zypern Zweiter, Österreich Dritter – und Michael Schulte für Deutschland landet auf einem fantastischen 4. Platz! Während sich die Zuschauer hierzulande überwiegend über die beste Platzierung seit Lenas Sieg im Jahr 2010 freuen, entbrennt europaweit eine Debatte über die Qualität des Siegerlieds, die gar antisemitische Züge annimmt.

Netta siegt mit "Toy" für Israel

Wie von den Buchmachern erwartet, gewinnt Netta aus Israel mit ihrem hyperaktiven Song "Toy" samt Gackern und Ententanz den Sieg beim diesjährigen Eurovision Song Contest in Lissabon. Mit 529 Punkten landet sie erst ganz am Ende der Show ganz vorne in der Wertung und kann sich ihre Freudentränen nicht verkneifen.

Online-Shitstorm gegen Sängerin, ihr Lied und ihr Land

Was Netta zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht weiß: Im Internet entlädt sich bereits der Frust gegen ihren Sieg. So wird die Sängerin wegen ihres Übergewichts und ihres exotischen Looks gemobbt und ihr Lied als "Gockel-Song" diffamiert. Manche Verschwörungstheoretiker vermuten sogar, dass Israel den Sieg pünktlich zum 70. Jahrestag seiner Staatsgründung gekauft habe. 

• Sophie Kausch
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