„Ameli, versprich mir, dass du dich zeigst“ Erinnerungen an Rosi Mittermaier und die Kraft der Kunst
Ameli Neureuther teilt berührende Einblicke in ihr Leben als Künstlerin und Tochter der legendären Rosi Mittermaier. Wie sehr prägt die Erinnerung an ihre Mutter ihren eigenen Weg und ihre Kunst?
Ameli Neureuther, heute 45 Jahre alt, hat Nach dem Tod ihrer Mutter, der großen Ski-Legende Rosi Mittermaier, Anfang 2023 eine ganz neue Seite an sich entdeckt: die Künstlerin. Der Verlust hat bei ihr eine tiefe Veränderung ausgelöst, die sich besonders in ihrem kreativen Schaffen zeigt. Statt sich zurückzuziehen, griff sie zum Pinsel und begann zu malen.
„Ich sehe mich mit meinem Aquarellkasten am Küchentisch sitzen, völlig versunken in den Farben und in meiner eigenen kleinen Welt. Meine Mutter hat immer viel mit mir gemalt. Das war unsere gemeinsame Zeit.“
Diese frühen Momente mit Farben und gemeinsamem Malen haben ihr den Weg zur Kunst geebnet – ein Weg, der ihr heute Halt gibt.
Die Rolle der Mutter und der Mut zum eigenen Weg
Nach dem Tod ihrer Mutter räumte Ameli ihren Essbereich leer, hängte großformatige Leinwände an die Wände und begann, sich ganz der Malerei zu widmen. Die Inspiration dafür kommt nicht nur aus ihrem Künstlerherz, sondern vor allem auch von Rosi Mittermaier selbst. Ameli erzählt, wie sehr die positive Lebenseinstellung ihrer Mutter sie geprägt hat:
„Ihre positive Einstellung zum Leben und ihr Lachen. Sie hatte die Fähigkeit, den Menschen ein gutes Gefühl zu geben. Sie konnte einen Raum betreten und sofort Wärme verbreiten.“
Diese Wärme und Offenheit sind für Ameli nicht nur Erinnerungen – sie sind die Kraftquelle, aus der ihre Kunst heute wächst.
Abschied und Vermächtnis: „pure, bedingungslose Liebe“
Die letzten gemeinsamen Momente mit ihrer Mutter waren von intensiver Nähe und Fürsorge geprägt.
„Ich konnte die Mama ganz intensiv bis zum Schluss begleiten: mit Atmung, Musik, Hände auflegen, einfach da sein. Auf einmal lösten sich alle scheinbar großen Probleme auf, und es blieb nur die pure, bedingungslose Liebe.“
Diese Erfahrung hat Ameli tief berührt und verändert. Aus dem Schmerz entstand eine neue Perspektive, die sie heute in ihrem Leben und Schaffen trägt. Besonders ein Satz von Rosi Mittermaier bleibt ihr unvergessen:
„Ameli, versprich mir, dass du dich zeigst.“
Kunst, Familie und die Suche nach Licht
Der Weg mit der Kunst ist für Ameli mehr als eine Beschäftigung. Er ist Ausdruck ihrer Gefühle und des Erbes ihrer Mutter. Die Malerei bringt Licht in dunkle Momente und hilft ihr, den Verlust zu verarbeiten. Amelis Arbeiten sind geprägt von einer spürbaren Wärme und Offenheit, die direkt mit den Erinnerungen an ihre Mutter verknüpft sind. Für viele ist Kunst ein Ventil – für Ameli ist sie ein Raum der Begegnung, des Erinnerns und der Heilung. Ihr Blick auf das Leben ist dabei tief geprägt von der „positiven Einstellung“ und dem unverwechselbaren Lachen, das ihre Mutter ausmachte.
Ameli Neureuthers Kunst im Wandel
Seit sie sich als Künstlerin neu entdeckt hat, durchläuft Ameli eine spannende Entwicklung. Während sie als Kind bereits gerne malte, ist das heute eine bewusste Auseinandersetzung mit sich selbst und der Welt um sie herum. Ihre Werke erzählen von kleinen Momenten des Glücks, von Hoffnung und von der Kraft, die in uns allen steckt, selbst nach schweren Zeiten. Die private und öffentliche Aufmerksamkeit für ihre Malerei wächst, dabei bleibt Ameli authentisch und offen. Das Versprechen an ihre Mutter, sich zu zeigen, wird Tag für Tag lebendiger – und bringt sie dazu, sich immer wieder neu zu präsentieren.
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Verwendete Quelle:
Ameli Neureuther: "Kurz vor ihrem Abschied hat sie mir gesagt ..."