Manchmal stellt das Leben alles auf den Kopf, und plötzlich zählt jeder Tag doppelt. Das erlebt Patrice Aminati ganz hautnah. Die Diagnose: ein unheilbarer Hautkrebs, ein sogenannter palliativmedizinischer Fall. Sie selbst sagt im Interview, es gehe dabei nicht mehr um Heilung, sondern nur noch um eine Verlängerung des Lebens. Doch anstatt zu verzweifeln, begegnet Patrice dem Alltag und den Herausforderungen mit Offenheit – und mit Erstaunlichem Optimismus.
Jeden Tag 20 Tabletten – und trotzdem Lebensfreude
Ihr Alltag ist geprägt von Medikamenten und Nebenwirkungen.
„Ich kann nicht ohne Medikamente leben, nicht ohne morgens 20 Tabletten zu schlucken – mit Neben- und Wechselwirkung“, erzählt Patrice.
Die vielen Arzneien bringen heftige Begleiterscheinungen mit sich, die nicht zu unterschätzen sind: So hat Patrice schwere Bauch-Entzündungen erlebt, die fast zu einem Durchbruch in der Darmwand geführt hätten.
„Diese Schmerzen waren unbeschreiblich.“
Trotzdem zeigt sie beeindruckende Stärke, bleibt ihrer Familie und ihrer Arbeit treu und wird im Kreis ihrer Liebsten gestärkt.
Die Krankheit als Lehrmeister – Glück durch Krebs?
Woran hält man sich fest, wenn die Lage aussichtslos erscheint? Für Patrice hat sich mit der Krankheit die Sicht aufs Leben gewandelt:
„Was alle Palliativpatienten vereint, ist, dass man die Zeit, die man hat, sehr genießt. Ich kann nur sagen – so widersprüchlich es klingen mag: Krebs hat mich zu einem glücklicheren Menschen gemacht.“
Sie betont, jetzt Momente aufrichtig zu schätzen, in denen die Schmerzen fehlen oder erträglich sind.
„Ich wache auf und danke dem lieben Gott, dass ich keine Schmerzen, wenig Schmerzen, aushaltbare Schmerzen habe. Ich kann mich konzentrieren, ich kann arbeiten.“
Diese neue Form der Dankbarkeit sei für sie ein echtes Geschenk, auch wenn sie auf fremde Hilfe angewiesen ist. Im Rücken weiß Patrice dabei ihre Familie, auf die sie sich in kritischen Situationen verlassen kann.
Wie Patrice auf das Lebensende blickt
Trotz aller Kraft und positiven Gedanken verschließt Patrice nicht die Augen vor dem Ernst der Lage. Sie macht keinen Hehl daraus, dass Sterben für sie irgendwann auch eine Erlösung sein könnte: Die Endlichkeit des Lebens ist allgegenwärtig, doch Patrice findet Worte dafür, die Mut machen. Die Erkrankung hat ihr nicht nur Schmerzen, sondern auch eine neue Sicht auf das Leben und das, was wirklich zählt, gegeben. Ihr Appell: Das Glück liegt oft in den kleinen, schmerzfreien Augenblicken – und in der Fähigkeit, jede Stunde bewusst zu erleben.
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Verwendete Quelle:
Patrice Aminati über Leben mit Krebs: "Ich kann nicht ohne Medikamente leben" - BUNTE









