Manchmal laufen Favoritenrennen ganz anders, als man denkt. Neue Chancen, große Namen und jede Menge Herzblut: Genau darum ging es im deutschen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest Ende Februar. Während Bill Kaulitz und Tom Kaulitz eigentlich ihrer Favoritin Malou Lovis die Daumen drückten, entschied das Publikum sich klar für Sarah Engels. Doch die Diskussion um die bessere Wahl hat damit eigentlich erst begonnen – vor allem bei denen, die nah dran sind am Musikgeschehen.
Malou Lovis: Die Wunschkandidatin der Kaulitz-Brüder
Die beiden Musiker kennen Malou Lovis schon länger aus eigener Erfahrung: 2023 gewann sie „The Voice of Germany“ – und das ausgerechnet im Team Kaulitz. Als Support-Act begleitete sie „Tokio Hotel“, die Band der Brüder, durch ihre Europa-Tour in den Monaten März und April 2025. Auch musikalisch blieben sie im September 2025 eng miteinander verbunden, als sie gemeinsam den Song „One More Day“ aufnahmen, der zur Filmmusik der neuen „Momo“-Verfilmung wurde.
„Sie ist eine ganz tolle Künstlerin“: Stimmen aus dem Podcast
Ihre Enttäuschung nach dem Vorentscheid machten Bill und Tom im Podcast „Kaulitz Hills – Senf aus Hollywood“ mehr als deutlich. Tom fand klare Worte:
„Sie ist eine ganz tolle Künstlerin, eine ganz tolle Sängerin, und ich hätte mich wahnsinnig gefreut, wenn sie das geschafft hätte, weil dann hätten wir beim ESC jemanden gehabt, wo wir zu 1000 Prozent wissen: Diese Person liefert richtig ab.“
Gegenüber dem Ergebnis konnte er nur den Kopf schütteln:
„Verstehe ich nicht, dass das nicht geklappt hat.“
Sein Bruder Bill hätte es auch spannend gefunden, mit einem „queeren Song“ beim ESC anzutreten – eine direkte Anspielung auf Malous gefühlvolle Ballade „When I’m With You“ und ihre offene queer Sichtbarkeit.
Im Netz bedankte sich Malou Lovis für die Unterstützung der Kaulitz-Brüder. Auf Instagram schrieb sie unter ein Video, in dem man sieht, wie sie den Podcast hört:
„Auf dem Weg zu Session habe ich ‚Kaulitz Hills‘ gehört. Bin so dankbar für den Support.“
Sarah Engels will in Wien „auf das nächste Level“
Beim großen Vorentscheid, der am 28. Februar stattfand, setzte sich Sarah Engels mit „Fire“ gegen acht weitere Kandidaten durch. Damit fährt sie am 16. Mai zum 70. Eurovision Song Contest in Wien und muss dort zeigen, ob der deutsche Geschmack auch im internationalen Wettbewerb ankommt. Im Gespräch mit ARD Brisant klang sie zwar motiviert, aber realistisch:
„Also nur singen und tanzen und ein bisschen Feuer. Ich glaube nicht, dass das unbedingt reichen wird beim ESC.“
Die Sängerin will für Wien auf das nächste Level gehen – doch der Schatten, den die Favoritin der Kaulitz-Brüder wirft, ist groß. Jetzt bleibt abzuwarten, ob die Entscheidung des Publikums sich auch in Punkte übersetzen lässt.
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Verwendete Quelle:
„Verstehe ich nicht“: Diese Künstlerin hätten die Kaulitz-Brüder zum ESC geschickt





