Alarmismus-Kritik prallt an Karl Lauterbach ab: "Ich werde fürs Nerven bezahlt"

Karl Lauterbach hat in der Bevölkerung nicht nur Bewunderer:innen, sondern muss sich regelmäßig Kritik gefallen lassen. Das scheint ihn allerdings nicht zu stören.

Wenn es um das Coronavirus geht, mischt bei den Diskussionen vor allem einer mit: unser Bundesgesundheitsminister. Dass er manchmal Dinge sagt, die nicht allen gefallen, weiß er ganz genau. Sein Ziel ist bei Weitem aber auch nicht, allen gefallen zu wollen.

"Es ist meine Aufgabe, diese Diskussion schon jetzt zu führen"

Während die einen die Nase voll haben und so tun, als gehöre das Coronavirus der Vergangenheit an, lässt Karl Lauterbach immer noch Vorsicht walten und hat bereits erste Maßnahmen für den Herbst angekündigt.

Im Interview mit t-online wird er auf die Aussage, des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministers Karl-Josef Laumann angesprochen, welcher vor einigen Tagen in einem Interview mit den Westfälischen Nachrichten Folgendes sagt:

Dieser Alarmismus geht mir auf die Nerven. Niemand weiß heute, wie die Lage am 1. Oktober ist.

Daraufhin erwidert Lauterbach:

Ich schätze Karl-Josef Laumann sehr. Aber ich werde fürs Nerven bezahlt. Es ist meine Aufgabe, diese Diskussion schon jetzt zu führen. Sonst will sie gerade niemand führen, die Leute genießen lieber Urlaub, den Sommer, die lockere Zeit. Aber nur, wenn wir uns jetzt kümmern, können wir im Herbst besser vorbereitet sein, als wir es bisher waren.

Schutz der Bevölkerung besonders wichtig

Auch die Kritik seitens der Medien nehme er zwar zur Kenntnis, nehme sich diese aber nicht zu Herzen, da es weitaus Wichtigeres gebe:

Für mich steht im Vordergrund, dass wir Politiker die Bevölkerung gut schützen und auf den Herbst vorbereiten. Dafür arbeite ich, daran orientiere ich mich. Deswegen ist für mich tausendmal relevanter, wie sich die Fallzahlen entwickeln, als das, was irgendeine Zeitung titelt. Auch, wenn es in großen Buchstaben geschrieben ist.

Eins ist auf jeden Fall sicher: Wir werden in den nächsten Wochen und Monaten noch viel von ihm hören. Erst vor Kurzem hagelt es nämlich Kritik von der Stiftung Patientenschutz, wie die Tagesschau berichtet. Und diese werden nicht die letzten sein, die nicht ganz mit den Aussagen von Lauterbach und dessen Handeln einverstanden sein werden.

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