Alec Baldwin angeklagt: Jahrelange Haftstrafe möglich

Alec Baldwin wird nach dem Todesschuss auf die Kamera-Frau Halyna Hutchins wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Laut dem Staatsanwalt gibt es genügend Beweise, um den Schauspieler zu verurteilen – doch was bedeutet das für ihn?

L'abus d'alcool est dangereux pour la santé.

Es ist eine Tragödie, die sich am Rust-Filmset ereignet hat. Der 64-jährige Alec Baldwin hat einen Schuss auf die Kamerafrau Halyna Hutchins abgefeuert, da seine Waffe unwissentlich geladen war. Doch es scheint, als sei die Staatsanwaltschaft nicht gänzlich von seiner Unschuld überzeugt, denn dem Schauspieler könnten nun eine jahrelange Haft drohen.

Schwere Konsequenzen

Der Anwalt Samuel Hahn hat sich zu dem Fall gegenüber RTL geäußert. Er erklärt:

Die fahrlässige Tötung (auf Englisch: Involuntary Manslaughter) wird in New Mexiko grundsätzlich mit bis zu 18 Monaten Freiheitsstrafe und einer Geldstrafe von maximal 5.000 Dollar (etwa 4.600 Euro) geahndet. Wurde die Tötung aber – wie im vorliegenden Fall – mittels einer Schusswaffe begangen, steht eine Mindeststrafe von fünf Jahren Knast im Raum.

Baldwins Chance

Wird Alec Baldwin in den Knast wandern? Das hängt laut dem Anwalt davon ab, wie das Gericht Baldwins Pflichten als Schauspieler einordnet. Wenn sie zu dem Ergebnis kommen, dass es seine Verantwortung war, die Waffe auf Ungefährlichkeit zu überprüfen, dann könnte er tatsächlich einige Jahre hinter Gittern wandern.

Auch wenn das erst einmal erschreckend klingt, so ist laut dem Anwalt noch nicht aller Tage Abend. Er sieht tatsächlich eine Chance für den Schauspieler, den Fall zu gewinnen, wenn er das ungeklärte Szenario für sich nutzt. Hahn erklärt:

Er muss sich darauf berufen, sorgfältig gehandelt zu haben. Gegebenenfalls wird er dafür die Schuld auf andere Mitglieder der Produktion schieben und beispielsweise anführen, es sei die Aufgabe der ebenfalls angeklagten Waffenmeisterin gewesen, die Ungefährlichkeit der Waffe sicherzustellen.

Mögliche Haftstrafe

Tatsächlich ist es in der Filmwelt nicht einheitlich geklärt, wer am Set für die Überprüfung der ausgehändigten Schusswaffen letztlich haftbar ist. Dementsprechend ziehen es einige Schauspieler vor, ihre Waffen selbst zu überprüfen.

Die Staatsanwaltschaft könnte es so sehen, dass es gängige Praxis ist, dass Schauspieler ihre Waffen überprüfen, befürchtet der Anwalt. Wenn das Gericht zu diesem Ergebnis kommen sollte, dann sieht es für den Schauspieler schlecht aus.

Verwendete Quellen:

VIP.de: 'Alec Baldwin angeklagt: Anwalt erklärt, was ihm jetzt droht'

Tagesschau: 'Staatsanwaltschaft will Baldwin anklagen'

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