Die Familie hinter dem Modekonzern C&A

C&A ist ein Modeunternehmen mit Sitz in Vilvoorde in Belgien und Düsseldorf, Deutschland. Es gibt über 1.000 Filialen in 18 europäischen Ländern. Kaum einer weiß, dass C&A ein Familienunternehmen ist. Es befindet sich über die Cofra Holding in sechster Generation im Besitz der deutsch-niederländischen Familie Brenninkmeijer.

Das Unternehmen kann auf eine lange Geschichte zurückblicken:

Gründungsphase:

Clemens und August Brenninkmeijer verlassen ihren Hof in Mettingen, und verkaufen Stoffe, indem sie von Haus zu Haus wandern. 1841 ändern sie ihre Pläne und eröffnen ihr erstes fixes Geschäft 250 Kilometer von ihrer Heimat entfernt, im niederländischen Sneek. Bereits zu dem Zeitpunkt legen sie den Namen fest, der sich bis heute nicht änderte. C für Clemens und A für August. Weibliche Familienmitglieder sind jedoch nicht willkommen. Sie sollten sich aus den Geschäften heraushalten, und nur die Männer im Familienunternehmen arbeiten.

Revolution

Nachdem es bereits 10 Filialen in den Niederlanden gibt, kommt 1911 die erste nach Berlin. Bereits 1890 spezialisiert sich das Unternehmen darauf, Mode nicht nur für die obere Gesellschaft anzubieten. Sie produzieren in Massen und Konfektionsgrößen für die ganze Familie und haben fixe Preisschilder. Für die damalige Zeit revolutionär.

Werte und Religion

Natürlich kam es immer wieder zu Streitereien unter den Familienmitgliedern. Alle mussten sich auch ganz klar zur katholischen Religion bekennen. Seit vielen Jahren spendet die Familie für wohltätige Zwecke.

Neue Trends

Während des zweiten Weltkrieges hat die Familie wegen ihres Erfolges und ihrer katholischen Einstellung beinahe ein Problem, können dann aber doch weiterarbeiten und von der Übernahme jüdischer Geschäfte profitieren. Als die Menschen sich in den Jahren danach freier kleiden wollen und Bikinis wünschen, geht C&A darauf ein, denn er erkennt den Trend.

Erste Verluste und Neuanfang

In den 1990-er Jahren leidet das Image des Konzerns. Es werden Verluste gemacht und daraufhin sieben Manager eingestellt, die nicht zur Familie gehören. Und nach zwei Jahren wieder entlassen. Danach dürfen endlich auch Frauen im Konzern mitarbeiten und Führungspositionen erlangen. Nach dem Brand in einer Textilfabrik in Bangladesch hat es sich das Unternehmen zur Aufgabe gemacht, die Produktionsstätten und Nachhaltigkeitsmaßnahmen offen zu legen.

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