Es knistert in der britischen Musikszene: Noel Gallagher wird als „Songwriter of the Year“ bei den Brit Awards 2026 ausgezeichnet. Besonders spannend: Die Preisverleihung findet erstmals in seiner Heimat Manchester statt – ein symbolischer Moment für den ehemaligen Oasis-Kopf, der mit seinen Songs ganze Generationen prägte. Doch noch 2013 hatte er der Show komplett den Rücken gekehrt.
Noel Gallagher: Vom Brit Awards-Kritiker zum Preisträger
Noel Gallagher und die Brit Awards – diese Beziehung war lange Zeit angespannt. Nach einem Zerwürfnis im Jahr 2013 gab Gallagher an, dass er die Show nicht mehr besuchen wolle. Damals sagte er offen: „Es gibt keine Charaktere mehr im Musikgeschäft“ und kritisierte, dass die Veranstaltung ihren „Rock'n'Roll“-Charme verloren habe. Auslöser war eine Szene, in der Dominic Howard von Muse auf der Bühne eine E-Zigarette benutzte – für Gallagher ein Hinweis auf das Ende einer Ära.
Sein damaliges Fazit war deutlich:
„Das wird das letzte Mal sein, dass ich zu dieser Show gehe - es sei denn, ich bekomme einen Award für ... 'Der einzige Mensch in England, der noch eigene Songs schreibt, und richtig, es gibt nur einen Nominierten.'“
Erfolgsgeschichte Oasis und High Flying Birds
Die Jury begründet die Ehrung klar und würdigt dabei den enormen Einfluss von Noel Gallagher. Die Veranstalter sind sich einig:
„Noels Songwriting für Oasis prägte eine kulturelle Bewegung, brachte sieben Studioalben hervor und schuf einen Katalog, der einige der bekanntesten Songs der britischen Musikgeschichte enthält.“
Tatsächlich schrieb Gallagher Hits wie „Live Forever“, „Wonderwall“, „Don't Look Back in Anger“ und „Champagne Supernova“.
Oasis veröffentlichte sieben Studioalben und wurde in den 90er-Jahren zum musikalischen Sprachrohr einer ganzen Generation. Nach dem Ende der Kultband konzentrierte sich Gallagher auf sein Projekt High Flying Birds. Hier brachte er vier Studioalben heraus, die sowohl von Fans als auch Kritikern gefeiert wurden und sich kommerziell durchsetzten.
Dass Gallagher jetzt in Manchester geehrt wird, ist ein deutliches Zeichen für die Rückkehr zur Wurzel – weit weg vom Traditionstandort London, an dem die Brit Awards bisher stattfanden. Besonders eindrucksvoll: Die Preisvergabe folgt auf eine gefeierte Reunion-Tour von Oasis, nach der die Band auch auf Streaming-Plattformen und in den Chartlisten ein echtes Revival erlebte.
Brit Awards 2026: Ein Event voller Frauenpower und Starglanz
Doch Gallagher ist nicht der einzige Star des Abends. Die Brit Awards 2026, die am 28. Februar 2026 erstmals in der Co-op Live Arena in Manchester ausgetragen werden, setzen auf frischen Wind und starke Frauen: Mit jeweils fünf Nominierungen dominieren Lola Young (25) und Olivia Dean (26) die Liste der Favoriten. Durch den Abend führt zum bereits sechsten Mal Jack Whitehall (37).
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