"Er hat mich buchstäblich wie tot liegen lassen": Demi Lovato spricht offen über ihre Vergewaltigung

Die weltberühmte amerikanische Sängerin Demi Lovato bricht ihr Schweigen. Sie erzählt von einem schrecklichen Übergriff, den sie zu ihren Disney-Zeiten über sich hat ergehen lassen müssen.

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Anlässlich des Festivals South By Southwest (SXSW) haben am 16. März Internetnutzer Demis Doku Dancing with the devil schon vor der Premiere erleben können. Darin kommt sie ohne Tabus auf Ereignisse zurück, die ihr Leben maßgeblich geprägt haben. Auch ihre Überdosis von 2018 wird dabei nicht ausgelassen und sie berichtet, damals von ihrem Dealer vergewaltigt worden zu sein.

Eine Enthüllung von großer Bedeutung

Mutig enthüllt Demi Lovato in dem Dokumentarfilm Details zu diesem Übergriff. Die Sängerin beschreibt in der Doku, was sie damals Schreckliches erlebt und wie sie sich dabei bzw. danach gefühlt hat:

Als sie mich finden, bin ich nackt und voll blauer Flecken. Er hat mich buchstäblich wie tot liegen lassen, nachdem er sich an mir vergangen hat. Als ich im Krankenhaus aufwache, werde ich gefragt, ob wir einvernehmlichen Geschlechtsverkehr gehabt haben. Da habe ich einen Flashback und sehe ihn über mir. Ich habe dann mit 'Ja' geantwortet. Erst einen Monat nach dieser Überdosis wird mir klar: 'Du bist nicht in einem Zustand gewesen, um eine freiwillige Entscheidungen zu treffen'.

Aber offensichtlich ist das für Demi Lovato nicht die erste Vergewaltigung. Denn die Sängerin spricht davon, wie sie bereits im Teenie-Alter schon eine traumatisierende Erfahrung durchmachen muss:

Mir ist klar, dass das, was ich sagen werde, euch schockieren wird. Als Teenager bin ich in einer ganz ähnlichen Situation gewesen. Ich habe meine Jungfräulichkeit während einer Vergewaltigung verloren.

Vergewaltiger immer noch auf freiem Fuß

Demi Lovato erklärt weiter, wie sie über dieses Trauma aus eigener Kraft hinweggekommen ist. Sie spricht aber auch über die Essstörungen, die sich daraus als Folge bei ihr entwickelt haben. Demi stellt klar:

Ich war Teil vom Disney-Team, der öffentlich erklärt hat, mit der Entjungferung bis zur Hochzeit warten zu wollen. Ich habe dann aber nicht dieses romantische erste Mal gehabt. Das ist für mich überhaupt nicht so gelaufen, es ist eher beängstigend gewesen. Der betreffenden Person bin ich dann ständig begegnet und habe deshalb zu essen aufgehört. Ich bin dann irgendwie damit klargekommen.

Ihr Vergewaltiger ist dafür bis heute in keiner Weise zur Rechenschaft gezogen worden, wie die Sängerin hervorhebt. Die beiden ersten Teile des Dokumentarfilms Dancing with the devil werden auf YouTube am 23. März ihre Premiere feiern. In der Zwischenzeit könnt ihr schon einmal den Trailer checken!

In unserem Video am Artikelanfang erfahrt ihr mehr von der Überdosis der Sängern im Jahr 2018.