Nagelsmann unter Druck: Jetzt spricht ihm Bayern-Chef Kahn eine Warnung aus

Auf der Jahresvollversammlung des FC Bayern München hat Vorstands-Chef Oliver Kahn dem Cheftrainer Julian Nagelsmann eine Warnung ausgesprochen. Die Devise der Vereinsführung: Das Triple soll her! Doch was passiert, wenn Nagelsmann diesem Wunsch nicht nachkommt?

Julian Nagelsmann steht mächtig unter Druck. Bei der Jahresvollversammlung des FC Bayern München nutzt Vorstands-Chef und Klublegende Oliver Kahn seine Sprechzeit, um dem jungen Trainer indirekt eine Warnung auszusprechen. Nach zwei eher durchwachsenen Saisons ist der Anspruch der Bosse des deutschen Rekordmeisters klar: Das Triple wird zum Hauptziel der Saison erklärt. Jetzt muss Nagelsmann liefern.

Vorstands-Chef mit Warnung für Nagelsmann

Oliver Kahn ist bekannt dafür, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Im TV scheut er als Experte nicht davor zurück, seine - hin und wieder kontroverse - Meinung öffentlich darzulegen. In seiner Funktion als Vorstands-Chef bei den Bayern ist das nicht anders. Bei der alljährigen Versammlung des Vereins, die nun stattgefunden hat, verkündet Kahn:

Was den DFB-Pokal und die Champions League angeht: Ich habe diese beiden Final-Termine in meinem Kalender markiert – und zwar mit Rot für Bayern.

FCB-Trainer muss abliefern

Damit wendet er sich vor allem an Cheftrainer Julian Nagelsmann. Dieser kann die Aussage seines Chefs durchaus als Warnung verstehen. Bekanntermaßen hat der FC Bayern in den letzten beiden Saisons, also auch unter Nagelsmann, das Triple verpasst. Mehr noch, abgesehen von dem Bundesliga-Titel ist der Verein komplett leer ausgegangen. Diese Zeiten sollen nun vorbei sein. Das bedeutet für Nagelsmann, dass damit auch seine Zukunft bei den Bayern auf dem Spiel steht. Er weiß Bescheid um die wichtige Aufgabe und um den hohen Druck, der diese Saison auf seinen Schultern lastet:

Es ist schon Thema, dass es kein drittes Mal passieren sollte. Wir haben die Ambitionen, den DFB-Pokal zu gewinnen. Das ist der Job!

Sieg im Pokal sorgt für kurze Erleichterung

Den ersten Schritt für dieses Ziel hat sein Team gestern bereits erfolgreich gemeistert. Mit einem 5:2 hat sich die Nagelsmann-Elf gegen Augsburg in der zweiten Pokalrunde durchsetzen können. So kann der 35-Jährige etwas erleichtert in die WM-Pause gehen. Vor dem entscheidenden Spiel gegen Augsburg ist er nämlich deutlich angespannter gewesen - zumal sie in der Bundesliga schon eine Pleite gegen den Klub eingesteckt haben. Vor dem DFB-Pokalspiel hat Nagelsmann über die Liga-Niederlage in einer Pressekonferenz erzählt:

Ich war nach dem Spiel extrem gefrustet, weil wir uns sehr viel Chancen rausgespielt haben, die wir leider nicht genutzt haben. Augsburg hat das gut gemacht – und sie werden es sicherlich auch jetzt wieder sehr gut machen.
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Julian Nagelsmann wird von den Bayern-Bossen unter Druck gesetzt.  Lukas Schulze / Freier Fotograf@Getty Images

Dieses Mal hat es für die Bayern zwar gereicht. Mit dem hohen Sieg sind sie souverän in die nächste Runde des Pokals gekommen. Doch es ist nur ein kleiner Zwischenerfolg auf dem Weg zum großen Ziel. Und auch in der Champions League versprechen sich die Bayern-Bosse diese Saison, die Blamage vom letzten Jahr wiedergutzumachen. Der Schmerz über die Niederlage im Viertelfinale gegen Außenseiter Villarreal sitzt noch immer tief. Immerhin: In der Gruppenphase sieht es bislang gut für den FCB aus. Nun liegt es an Nagelsmann dafür zu sorgen, dass die KO-Phasen-Pleite ausbleibt und die Mission Triple umgesetzt wird. Sonst wird ihm Kahn vermutlich an den Kragen gehen. Wie er sich schlagen wird?

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