UEFA-Chef nimmt Klopp und Co. in die Mangel: "Fabrikarbeiter sollten sich beschweren, ihr nicht"

Egal worum gespielt wird: Meisterschaft, Klassenerhalt, EM, Nations League oder Champions League: Viele Fußballspieler müssen gefühlt dauernd einsatzbereit sein. Für Trainer wie Jürgen Klopp schon lange unverständlich, für UEFA-Präsident Aleksander Ceferin ein Eigentor, das sich die Mannschaften selbst schießen.

Wer meint, Fußballspieler hätten ein einfaches Leben, der irrt sich: Viele Spieler stehen gefühlt täglich auf dem grünen Rasen, einige von ihnen bringt das an die Grenzen der physischen Belastbarkeit. Aleksander Ceferin sieht die Schuld dafür vor allem bei den Clubs selbst.

Spieler kommen an die Grenze der Belastbarkeit

Noch als Jürgen Klopp Trainer bei Borussia Dortmund ist, beschwert er sich darüber, dass seine Spieler aufgrund der zahlreichen existierenden Fußballturniere nicht genug Ruhepausen bekommen. An seiner Kritik hat sich bis heute nichts geändert und er ist mit seiner Meinung bei Weitem nicht allein.

Auch Manchester-City-Trainer Pep Guardiola macht sich aufgrund der hohen Belastung Sorgen um seine Mannschaft. Bei einer Pressekonferenz redet er über eine erschreckend hohe Anzahl an Behandlungen, die seine Spieler innerhalb eines sehr kurzen Zeitraums benötigt haben, wie Sky berichtet. Guardiola:

Unsere Physios haben zwischen Atletico Madrid und dem Halbfinale gegen Liverpool 71 Behandlungen durchgeführt. Das kommt nicht von einem Spiel.

"Wenn du weniger spielst, verringern sich die Gehälter"

UEFA-Chef Aleksander Ceferin sieht die Angelegenheit allerdings ein wenig nüchterner. Wer ein hohes Gehalt haben wolle, müsse dafür eben auch mehr Spiele absolvieren. Wirkliche Probleme hätten andere Leute. Gegenüber der italienischen Zeitung Gazzetta dello Sport sagt er:

Wer sich beschweren sollte, sind die Arbeiter mit monatlich Tausend Euro in den Fabriken. Es ist einfach, immer die FIFA und die UEFA anzugreifen, aber die Diskussion ist einfach: Wenn du weniger spielst, verringern sich die Gehälter.

Die Clubs selbst seien das Problem, da sie kaum eine Turnierteilnahme ausschlagen würden:

Alle wollen mehr Pokalspiele, dann gibt es Meisterschaften mit 20 Mannschaften, nationale Pokale und in manchen Ländern einen Liga-Pokal. Niemand verzichtet auf etwas.

Die Super League wird wohl trotzdem begraben werden. Nur wenige Top-Vereine (Barcelona, Real Madrid und Juventus Turin) konnten sich für die Idee eines weiteren internationalen Fußballturniers erwärmen. Immerhin eine Veranstaltung weniger im Terminkalender.

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