„wie vom Teufel besessen“ – Tom Kaulitz kämpft erneut mit unerträglichen Schmerzen
Plötzlich kehren die brutalsten Kopfschmerzen zurück: Tom Kaulitz berichtet offen im Podcast von „eine glatte Zehn“ auf der Schmerzskala. Was heißt das für seinen Alltag – und wie hält er das aus?
Jeder kennt Kopfschmerzen, aber was Tom Kaulitz durchmacht, sprengt jede Vorstellungskraft. Gerade als der Musiker dachte, er hätte die schlimmsten Zeiten hinter sich, meldeten sich die berüchtigten Clusterkopfschmerzen mit voller Wucht zurück. Im eigenen Podcast „Kaulitz Hills – Senf aus Hollywood“ schildert Tom Kaulitz eindrücklich seine aktuelle Leidenszeit – und wie diese extrem seltene neurologische Erkrankung sein Leben komplett auf den Kopf stellt.
Ein Jahr Ruhe, jetzt das volle Programm: Die Rückkehr der Schmerzen
Lange Zeit hatte Tom Kaulitz Hoffnung: Über ein Jahr lang war von den „Suizid-Kopfschmerzen“, wie Clusterkopfschmerz wegen seiner Intensität manchmal genannt wird, nichts zu spüren. Jetzt aber traf ihn eine neue Episode „in voller Breitseite“ – und das so extrem, dass er sie als „eine glatte Zehn“ auf der berühmten Schmerzskala beschreibt. Die Attacken? Sie dauern oft mehr als eine Stunde. Mit einem Anflug von schwarzem Humor erzählt er im Podcast:
„Ich hatte gestern eine Attacke. Ich habe wirklich für eineinhalb Stunden gedacht, ich würde mir am liebsten den Kopf abhacken.“
Man stelle sich das vor: In solchen Momenten versucht er, sich mit Fernsehen oder Gesprächen mit Bill Kaulitz zumindest etwas abzulenken und die Zeit zu überstehen – aber die Schmerzen lassen kaum etwas anderes zu.
Die Hölle im Kopf: Was sind Clusterkopfschmerzen eigentlich?
Clusterkopfschmerz zählt zu den schlimmsten Kopfschmerzformen überhaupt – nicht ohne Grund wird er „wie vom Teufel besessen“ genannt. Medizinisch betrachtet handelt es sich um einseitige, bohrende Schmerzen, meist rund ums Auge oder an der Schläfe. Die Attacken kommen in sogenannten Clustern, also Schüben, die Wochen oder sogar Monate tägliche Qual bedeuten können. Typisch dabei: Das Auge tränt, die Nase läuft, manchmal sieht man aus, als würde der Schmerz einen vollständig übernehmen.
Der Musikstar versuchte verschiedene Therapien, um wenigstens etwas Linderung zu schaffen. Meist greift er zu einer Kombination aus Injektionen, Infusionen und speziellen Nasensprays – doch selbst damit ist die Attacke oft nicht zu stoppen. Eine komplette Heilung? Bislang ausgeschlossen. Kein Wunder, dass Tom Kaulitz im Podcast offen zugibt:
„er wolle sich in solchen Phasen am liebsten den Kopf abhacken.“
Der Leidensdruck ist enorm, und die psychische Belastung wächst mit jeder Rückkehr der Schmerzen spürbar an.
Wie Tom Kaulitz und sein Umfeld damit umgehen
Der Umgang mit dieser Krankheit verlangt viel Unterstützung und Eigeninitiative. Nicht selten versucht Tom, sich durch Gespräche mit seinem Zwillingsbruder Bill oder banales Fernsehen ein wenig abzulenken, um die Zeit bis zum Nachlassen der Schmerzen zu überstehen. Aber jeder Schub bedeutet Unsicherheit: Wird es diesmal schlimmer? Kann er sich überhaupt auf seine Musik, auf seine Ehe mit Heidi Klum oder die Bühne konzentrieren, solange die Schmerzen sein Leben bestimmen?
Solche wiederkehrenden Attacken machen das Planen von Konzerten und Alltagsaktivitäten fast unmöglich. Auch das Privatleben – etwa Zeit mit Heidi Klum oder spontane Reisen – ist stark eingeschränkt. Menschen, die unter Clusterkopfschmerz leiden, wissen: Diese „Suizid-Kopfschmerzen“ sind nicht nur körperlich, sondern vor allem psychisch eine riesige Herausforderung.
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Verwendete Quelle:
Tom Kaulitz leidet an Clusterkopfschmerzen: Schwere Schmerzen durch Krankheit