Einlieferung in Psychiatrie: Verwirrter Ernst August liefert sich Kampf mit Polizei
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Einlieferung in Psychiatrie: Verwirrter Ernst August liefert sich Kampf mit Polizei

Neues Drama um Ernst August von Hannover: Der Skandalprinz liefert sich in seiner Wahlheimat Österreich einen Kampf mit Polizisten und wird von den Beamten in die Psychiatrie gebracht - der Prinz wehrt sich gegen den polizeilichen Bericht.

Ernst August von Hannover ist für seine Skandale und Ausfälle bekannt. Als "Pinkelprinz" sorgt er 2000 während der Expo in Hannover für landesweite Schlagzeilen, als er beim Besuch der Weltausstellung am türkischen Pavillon Wasser lässt. Doch die neusten Eskapaden des Prinzen stellen alles bisher Dagewesene in den Schatten.

Verwirrter Prinz?

In letzter Zeit war es still geworden um den Noch-Ehemann von Caroline von Hannover. Der Prinz lebt zurückgezogen im österreichischen Grünau am Almtal. Dort soll es Mittwochnacht zu einem skurrilen Vorfall mit der Polizei gekommen sein, der für den Prinzen in der Psychiatrie endet.

Laut Polizeibericht habe der Prinz selbst die Polizei mit einem Notruf alarmiert. Er liege in einem Graben und solle ermordet werden, so die Polizei. Doch als die Beamten ankommen, treffen sie nur einen Mann und eine Frau, mit denen sie zum Jagdhaus des Prinzen gehen. Ernst August soll auf die beiden Zivilisten nicht gut zu sprechen gewesen sein und rastete aus.

Prinz bedroht Polizei mit Messer

Der Prinz erzählte der Polizei, dass der Mann versucht habe, ihn zu töten. Kurz darauf eskaliert die Situation. Der Welfenprinz wird immer aggressiver und bedroht die Beamten schließlich mit einem 30 Zentimeter langen Messerschleifer.

Doch die Polizei überwältigt den - nach Polizeibericht - sichtlich verwirrten Prinzen und fixiert ihn am Boden. Nachdem er wieder aufstehen darf, soll er die Polizisten ins Gesicht geschlagen haben, worauf er wieder auf den Boden gebracht wurde. Ein eingetroffener Arzt habe den Prinzen schließlich die Anordnung gegeben, Ernst August in die Psychiatrie einzuweisen. Dort verbringt der Welfe mehrere Stunden.

Ernst August droht mit Klage

Ernst August widerspricht in einem Interview mit Krone der Darstellung des Polizeiberichts. Seine Version klingt völlig anders. Er habe die Polizei wegen seiner Unterzuckerung gerufen, da es ihm sehr schlecht ginge, so der Prinz weiter. Doch die Polizei sei einfach auf ihn losgegangen:

Ein Polizist hat mich geschlagen. Ich glaube, die waren besoffen, die machten zumindest den Eindruck. Dann haben sie mich in einer Ambulanz angekettet. Fünf Stunden haben sie mich nicht rausgelassen. Sie wollten mich in ein Zimmer bringen und mich niederspritzen. Ich stand die ganze Nacht. Ich hab ihnen gesagt, das tun sie mit mir nicht, ich bin ein ganz normaler Mensch. Ich hab so lange geschrien, bis ich raus durfte.

Die Berichte könnten unterschiedlicher nicht sein. Wer spricht nun die Wahrheit? Der Prinz beteuert seine Unschuld und will gegen die Polizei und die Psychiatrie vorgehen. Die Behörden in Österreich wollen Ernst August den Waffenschein abnehmen. Bleibt zu hoffen, dass die Wahrheit schnell ans Licht kommt.

Von Martin Gerst
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