Amy Winehouse: Ihr Nachlass wurde zu Höchstpreisen versteigert

Amy Winehouse ist zwar schon seit zehn Jahren tot. Vergessen ist sie aber nicht, was eine Auktion zeigt, bei der das Andenken an die Sängerin versteigert worden ist.

Vor zehn Jahren ist Soul-Sängerin Amy Winehouse an einer Alkoholvergiftung gestorben. Sie wurde nur 27 Jahre alt. Ihre Eltern haben jetzt in Los Angeles einige persönliche Gegenstände versteigert – und dafür Höchstpreise erzielt.

Kleidungsstücke mit Kultstatus

Nicht nur ihre Stimme war das Markenzeichen von Amy Winehouse. Dank ihrer ausgefallen Outfits, der Beehive-Frisur und dem dicken Lidstrich wurde sie außerdem schnell als Stilikone gefeiert. So sind es vor allem Kleidungsstücke und Accessoires, die die Sängerin während ihrer offiziellen Auftritte getragen hat, die im Auktionshaus Julien’s unter den Hammer kommen und die genau wie sie mittlerweile Kultstatus erreicht haben.

Gemeinsam mit den Eltern der Souldiva, denen es sichtlich schwergefallen ist, sich von den Sachen ihrer Tochter zu trennen, hat das Auktionshaus mehr als 800 Gegenstände aus dem Nachlass von Amy Winehouse zusammengetragen und mit den Einnahmen alle Erwartungen übertroffen. Die meisten Stücke sind weit über ihrem Schätzwert verkauft worden.

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Das Neckholder-Minikleid, das Amy Winehouse bei ihrem letzten Auftritt getragen hat, war das Highlight der Auktion  Kevin Winter@Getty Images

Die ikonische rote Ledertasche in Herzform vom Label Moschino, die sie bei den Brit Awards 2007 getragen hat, war ursprünglich für 20.000 Dollar veranschlagt und hat am Ende ganze 205.000 Dollar (etwa 177.000 Euro) eingebracht. Der Overall, den die Sängerin zu den Feierlichkeiten zu Nelson Mandelas 90. Geburtstag getragen hat, hat mit 121.000 Dollar sogar das Hundertfache seines Schätzpreises eingebracht. Selbst eine Geburtstagskarte von Sängerin Adele ist am Ende für 3200 Dollar versteigert worden.

Auktion bringt 4 Millionen Dollar ein

Der Hit des Abends war aber das grün-schwarze Neckholder-Minikleid mit Bambusprint, das Amy Winehouse 2011 bei ihrem letzten Konzert in Budapest getragen hat. Die Sängerin ist während des Auftritts so betrunken gewesen, dass sie kein Lied singen konnte und von ihren enttäuschten Fans ausgebuht worden ist. Kurze Zeit später ist sie tot aufgefunden worden.

Das Kleid stammt von ihrer langjährigen Designerin und Stylistin Naomi Parry und ist vor der Aktion auf 15.000 bis 20.000 Dollar geschätzt worden. Am Ende ist es für 243.000 (rund 210.000 Euro) unter den Hammer gekommen. Ein echter Erfolg. Hatte das Auktionshaus mit ein bis zwei Millionen Euro gerechnet, sind am Ende insgesamt vier Millionen Euro zusammengekommen. Ein Teil des Erlöses geht an die Amy-Winehouse-Stiftung, die Jugendliche vor Alkohol- und Drogenmissbrauch schützen will.

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