Im Prozess gegen Amber Heard: "Johnny Depp teilt endlich mit, dass er Opfer häuslicher Gewalt ist"

Johnny Depp verklagt Amber Heard wegen Verleumdung auf 50 Millionen US-Dollar - seine Ex-Frau holt zum Gegenschlag aus und verklagt den Schauspieler ihrerseits auf 100 Millionen Dollar.

Nach der Pause geht es hitzig weiter

In den bisherigen Prozesstagen ist schon eine ganze Menge ans Licht gekommen, darunter Johnny Depps Drohungen, Aussagen einer Polizistin, einer Psychologin und die Machenschaften eines PR-Gurus.

Während letzte Woche eine Pause im Prozess eingelegt wurde, geht es diese Woche so hitzig weiter wie bisher und Amber Heard muss sich dem Kreuzverhör am vergangenen Montag und am heutigen Dienstag erneut stellen.

"Schauspielleistung ihres Lebens"

Die Schauspielerin bleibt ihren bisherigen Aussagen treu und sagt erneut über die Wut- und Gewaltausbrüche ihres Ex-Mannes aus, woraufhin Depp ihren Auftritt vor Gericht als "Schauspielleistung ihres Lebens" bezeichnet.

Während ihrer Aussage über die toxische Ehe mit Johnny Depp bricht Heard immer wieder in Tränen aus, sie und ihr Team aus Anwält:innen tut alles, um den Schauspieler als Gewalttäter darzustellen.

Heard wollte ihren Namen reinwaschen

Die 36-Jährige beteuert vor Gericht, dass es nie ihre Absicht gewesen sei, gegen ihren Ex-Mann vor Gericht zu ziehen und dass sie ihn sehr geliebt habe, weswegen sie ihn schützen wollte. Aus der Scheidung wollte sie laut eigenen Angaben keinen Nutzen ziehen.

Ich wollte meinen Namen reinwaschen. Das ist alles, was ich habe. Das Geld war mir egal. Ich habe viel weniger genommen, als sie mir angeboten haben.

Spendensumme

Im Zuge der Scheidung wurde der Schauspielerin eine Summe von sieben Millionen Dollar zugesprochen, die sie spenden wollte. Auf den Vorwurf, dass sie noch nicht die ganzen sieben Millionen gespendet habe, antwortet sie trotzig:

Ich würde mich gerne an die Vereinbarung halten. Wenn er aufhören würde, mich zu verklagen.

Depp Opfer häuslicher Gewalt

Nach einer Pause ist dann Depps Anwaltsteam an der Reihe, der Schauspielerin Fragen zu stellen. Dabei geht es ganz schön zur Sache, und Depps Anwältin Camille Vasquez fasst an Heard gerichtet wie folgt zusammen:

Sie sind in diesem Gerichtssaal, weil Johnny Depp der Welt endlich mitteilt, dass er ein Opfer häuslicher Gewalt ist.

Beweise für Drogenkonsum

Depps Team legt mehrere Beweise vor, die zeigen sollen, dass Amber Heard keine Verletzungen an jenen Tagen hatte, von denen sie selbst behauptet, Depp sei gewalttätig geworden.

Anschließend geht es noch einmal um Depps Drogenkonsum, denn es werden Fotos vom Frühstückstisch vorgelegt, auf denen mehrere Lines Kokain zu sehen sein sollen.

Heards Gegendarstellung

Die Vorwürfe von Depps Team lauten, dass Amber Heard den Tisch inszeniert haben soll, denn er sei auffällig sauber. Heard entgegnet daraufhin, dass ihr Ex-Mann einen Tamponapplikator benutzt haben soll und der Tisch deshalb so sauber gewesen sei.

Eins ist sicher: Es werden sicher noch weitere schmutzige Details aus der Ehe der beiden Schauspieler ans Licht kommen und das letzte Wort in diesem Prozess ist noch nicht gesprochen.

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