Dunkle Vergangenheit: War Coco Chanel eine Agentin der Nazis?

Die Mode- und Parfumikone Coco Chanel wird hochgeschätzt, nicht zuletzt in Frankreich. Kann sie eine Agentin der Nazis gewesen sein? Schauen wir uns die Sache mal näher an.

Hat sich Coco Chanel damals auf die Seite der Nazis geschlagen? Lange Zeit zweifelt niemand an der geschönten Geschichte, dass Chanel fast den gesamten zweiten Weltkrieg und dann noch die Zeit bis 1953 im Schweizer Exil zugebracht hat. Aber stimmt das denn?

Schon länger ist bekannt, dass Coco Chanel ganz im Gegenteil ihr Pariser Parfumgeschäft nicht geschlossen hat und während der deutschen Besatzung Frankreichs fürstlich im Pariser Hotel Ritz residiert. Sie versucht sogar, ihre Verbindungen zu den Nazis auf verschiedene Art intensiv für sich zu nutzen.

Rückeroberung von "Chanel N° 5"

Schon 1924 hat sich Coco Chanel mit den Brüdern Wertheimer zusammengeschlossen, um das berühmte Parfum herzustellen und zu vermarkten. Nach der Flucht ihrer jüdischen Geschäftspartner nach Übersee versucht Coco Chanel, mit Hilfe ihrer Verbindungen zu den Nazis, die Anteile der Wertheimer an sich zu bringen, jedoch ohne Erfolg.

Vermittlerrolle zwischen Nazideutschland und England

1943 versucht Coco Chanel sogar, inoffizielle Verhandlungen zur Beendigung des Krieges zwischen Nazideutschland und England zu führen. In dieser sogenannten "Operation Modellhut" trägt Chanel den Codenamen "Westminster".

Obwohl Chanel dazu ihre guten Kontakte zu beiden Seiten spielen lässt, ist ihr Einsatz jedoch nicht von Erfolg gekrönt. Churchill hat sich aber dessen ungeachtet bei der Befreiung von Paris für die unmittelbare Freilassung der dann inhaftierten Coco Chanel eingesetzt.

Geliebte und Helferin von Nazioffizieren

Doch damit nicht genug, Coco Chanel ist zudem von etwa 1940 bis 1950 mit dem 13 Jahre jüngeren Nazispion Hans Günther von Dincklage liiert. Mit ihm lebt sie zunächst im Pariser Ritz und dann nach der Befreiung Frankreichs im Schweizer Exil. Auch soll Coco Chanel andere flüchtige Nazis unterstützt haben.

Der ehemalige amerikanische Geheimdienstler und Journalist Hal Vaughan hat diese weniger attraktive Seite Coco Chanels 2011 in seinem Buch Sleeping with the enemy, Coco Chanel's secret war (deutscher Titel: Coco Chanel – Der schwarze Engel. Ein Leben als Nazi-Agentin) genauer beleuchtet.

Das alte Sprichwort scheint also auch auf Coco Chanel zuzutreffen: Wo viel Licht ist, ist viel Schatten... Mehr Infos zu diesem wirklich spannenden Thema findet ihr in unserem Video oben.

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