„ICE out of Minneapolis“ – Bruce Springsteen protestiert mit neuer Musik

Bruce Springsteen sorgt mit seinem brandneuen Song für Aufsehen und Debatten, die in den USA hohe Wellen schlagen. Was steckt hinter seinem Protest gegen die US-Behörden und welche Geschichten erzählt seine Musik dieses Mal?

„ICE out of Minneapolis“ – Bruce Springsteen protestiert mit neuer Musik
© Maya Dehlin Spach
„ICE out of Minneapolis“ – Bruce Springsteen protestiert mit neuer Musik
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Kaum veröffentlicht, steht „Streets of Minneapolis“ von Bruce Springsteen schon im Zentrum politischer Diskussionen. Der Musiker hat den Song geschrieben und herausgebracht, nachdem bei Einsätzen der US-Behörde ICE in Minneapolis zwei Menschen ums Leben kamen. Direkt betroffen waren Renée Good, eine 37-jährige Poetin, sowie Alex Pretti, ein Krankenpfleger, die beide von Bundesbeamten erschossen wurden. Springsteen reagierte prompt: Die eindrucksvolle Nummer entstand und erschien bereits am darauffolgenden Mittwoch nach den tödlichen Vorfällen.

Künstlerische Reaktion auf Tragödien in Minneapolis

Mit „Streets of Minneapolis“ bezieht Springsteen klar Stellung. Seine Zeilen führen die Zuhörer in eine Stadt, die laut dem Liedtext „in Flammen“ steht – das Ergebnis einer Sicherheitsbehörde, die vom Sänger als „Privatarmee des Königs Trump“ beschrieben wird. Dieser Song hebt sich besonders durch seinen engagierten Ton ab: Dabei erwähnt Springsteen die beiden Opfer namentlich und schildert drastische Bilder wie „blutige Fußspuren, wo Gnade sein sollte“.

Musikalisch bleibt er sich treu und verleiht dem Song einen typisch kollektiven Refrain: „ICE out of Minneapolis!”, singen Band und Publikum gemeinsam. Der bekannte Musiker widmete das Werk ausdrücklich „den Bewohnerinnen und Bewohnern von Minneapolis, insbesondere jenen mit Migrationshintergrund“.

Offizielles Echo und Streit um den Song

Der Song von Bruce Springsteen, der sich als Protestsong gegen ICE und das Department of Homeland Security versteht, rief umgehend eine Reaktion der Politik hervor. Eine Sprecherin des Weißen Hauses kommentierte das Werk und betonte: Die Priorität dieser Regierung ist die Abschiebung gefährlicher "illegaler Krimineller“. Für sie ist Springsteens neues Stück „nutzlos“ und „ungenau“. Doch genau diese Statements machen deutlich, wie sehr der Musiker einen wunden Punkt getroffen hat und wie sein Song die Debatte um Polizeigewalt und das Vorgehen der Einwanderungsbehörde neu entfacht.

Erst in diesem Jahr hatte der Künstler bereits politisch Klartext gesprochen – bei einem Konzert im Bundesstaat New Jersey kritisierte er die Methoden der Regierung scharf. Seine politische Haltung ist also kein Einzelfall, sondern Teil seines öffentlichen Engagements.

Songtext als Anklage und Spiegel der Gesellschaft

Springsteen nutzt die lyrische und musikalische Kraft seines Protestsongs, um Aufmerksamkeit für die Situation in Minneapolis zu schaffen. Sein Fokus liegt nicht nur auf den tragischen Fällen von Renée Good und Alex Pretti, sondern auch auf den strukturellen Problemen innerhalb der US-Behörden. Bilder aus dem Song, wie die „brennende Stadt“ und „Privatarmee“, zeichnen ein drastisches Bild vom Kontrollverlust und der Angst in den Communities. Wie wird die Gesellschaft damit umgehen? Wird der Song zu mehr Empathie und Veränderung führen?

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Verwendete Quelle:

Bruce Springsteen: Protestsong gegen ICE-Behörde

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