Sarah Wagenknecht übers Gendern bei Maischberger: „Ob es 60 Geschlechter geben muss…“

Was darf man überhaupt noch sagen? Durch Political Correctness und gendergerechte Sprache fühlen sich immer mehr Menschen in ihrer Meinungsfreiheit bedroht. Auch Linke-Politikerin Sahra Wagenknecht kritisiert den "akademischen" Diskurs.

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Bei "Maischberger. Die Woche" spricht Sahra Wagenknecht (Die Linke) über ihr Buch "Die Selbstgerechten". Darin drückt die Politikerin ihre Besorgnis darüber aus, dass die Linke wichtige Wähler und Wählerinnen vergraulen würde.

"Lifestyle-Linke" bedrohen die Partei

Sogenannte "Lifestyle-Linke", die einen veganen und öko-bewussten Lebensstil pflegen, würden durch ihre Forderung, es ihnen gleich zu tun, wichtige Parteianhänger verunsichern. Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist für Wagenknecht gendergerechte Sprache:

Meinetwegen kann jeder sein Geschlecht definieren, wie er will. Aber, ob es 60 Geschlechter geben muss…

Wagenknecht kritisiert, dass dieser "akademische" Diskurs, wie man Sprache gendergerecht benutzt, wichtige Themen in den Hintergrund drängt. Während Themen wie faire Bezahlung und soziale Gerechtigkeit vernachlässigt würden, gäbe es einen "symbolischen" Streit um Wörter - der dafür sorge, dass den Diskurs überdrüssige Parteianhänger zur AfD überlaufen würden.

Worum geht es beim gendergerechten Diskurs?

Immer mehr Minderheiten, die bisher ungehört blieben, fordern ihr Recht ein, in den Diskurs miteinbezogen zu werden. Dabei handelt es sich u. a. um Peoples of Color, Menschen mit Behinderung, Menschen aus der LGBTQ+ Community und Frauen.

An den Privilegien, die eine bestimmte Gruppe Jahrhunderte lang innehatte, wird gerüttelt. Immer mehr Menschen kämpfen für eine Welt der Gerechtigkeit und Gleichheit. Und das bedeutet, dass jedem Menschen eine Stimme verliehen wird und das man ihnen zuhört, wie sie selbst sich definieren und nicht wie andere das für sie übernehmen.

Im Video gehen wir der Frage auf den Grund, ob gerndergerechte Sprache die Meinungsfreiheit einschränkt.