"Letzte Verneigung" vor Hannelore Elsner: Fünf Kolleginnen retten ihren unvollendeten Film
"Letzte Verneigung" vor Hannelore Elsner: Fünf Kolleginnen retten ihren unvollendeten Film
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"Letzte Verneigung" vor Hannelore Elsner: Fünf Kolleginnen retten ihren unvollendeten Film

Im April 2019 stirbt Hannelore Elsner nach kurzer Krankheit. Bis zum Ende steht die Schauspielerin vor der Kamera - doch leider kann sie ihren letzten Film nicht vollenden. Dank der Hilfe von fünf Freundinnen und Weggefährtinnen kann der Film nun doch gezeigt werden.

Der Tod der legendären Schauspielerin Hannelore Elsner hat sich am 21. April 2020 zum ersten Mal gejährt. Sie starb nach kurzer und schwerer Krankheit an Krebs und konnte die Dreharbeiten zu ihrem letzten Film nicht mehr vollenden. Die Dreharbeiten werden abgebrochen - doch nun kann dank fünf berühmter Freundinnen ihr künstlerisches Erbe vollendet werden.

Große Geste ihrer Freundinnen

Bereits letzte Woche wird der letzte Tatort ausgestrahlt, in dem Hannelore Elsner mitspielt. Ihr letzter Film Lang lebe die Königin wäre beinahe unvollendet geblieben. Obwohl die Schauspielerin kämpfte und bis zum Ende vor der Kamera steht, kann Hannelore Elsner die letzten fünf Szenen der Tragikkomödie nicht mehr abdrehen.

Hannelore Elsner stand bis zum Schluss vor der Kamera  picture alliance@Getty Images

Ihre letzte Rolle war erschreckend nah am wahren Leben: Hannelore Elsner spielt in dem Film, der heute Abend auf ARD ausgestrahlt wird, eine krebskranke Frau, die ihr Leben nicht loslassen will. Dass der Film trotz ihres Todes vollendet werden kann, verdankt Hannelore fünf ihrer Weggefährtinnen und Freundinnen.

Fünf Freundinnen für Hannelore

Iris Berben, Judy Winter, Gisela Schneeberger, Hannelore Hoger und Eva Mattes übernehmen jeweils in einer der fünf Szenen die Rolle der verstorbenen Hannelore Elsner und erweisen ihr durch diesen beeindruckenden Einsatz die letzte Ehre.

Dies mag auf den ersten Moment verwirrend sein, doch die Schauspielerinnen tragen im Film die gleichen Kostüme, um so eine Verbindung herzustellen. Über den Einsatz für die verstorbene Freundin sprechen sie vor der Ausstrahlung des Films mit der BILD. So gesteht Hannelore Hoger:

Ich konnte mir das auf Anhieb auch nicht vorstellen. Aber es leben ja immer viele Personen in einem Menschen. Dass ich für Hannelore Elsner eingesprungen bin, war also Ehrensache.

Hoger gibt auch einen Einblick hinter die Kulissen des Films: "Hannelore Elsner hatte ihren Tod bereits abgedreht. Alle, die das am Set miterlebt haben, waren sehr bewegt und wollten den Film auch deswegen beenden".

Letzte Hommage

Und auch Iris Berben, die mehrmals mit Hannelore gemeinsam vor der Kamera stand, war tief bewegt von dem Projekt: "Dass ich in diesem Film eine Szene übernommen habe, die sie nicht mehr spielen konnte, war eine letzte Verneigung vor ihr. So konnte ich ihr noch einmal für ihre Freundschaft und für ihre Filme danken".

Durch den Einsatz der fünf Schauspielerinnen wird der Film eine letzte Hommage an die große Hannelore Elsner. "Die hat sie auch verdient", wie Judy Winter zu Protokoll gibt. Dem kann man nur zustimmen!

Von Martin Gerst

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