König Charles soll Meinung über "kostengünstige" Krönung geändert haben: Das sind die Gründe

Entgegen den früheren Versprechungen des Königs scheint seine Majestät seine Meinung geändert zu haben und möchte für seine Krönung im Jahr 2023 den ganzen "Pomp und Prunk".

Trotz früherer Angaben, wonach König Charles III. eine "weniger kostspielige" Krönung versprochen hat, scheint der Monarch einen Sinneswandel vollzogen zu haben.

Ein einmaliges Spektakel

Laut The Telegraph haben der Buckingham Palast und die Regierungsberater:innen gesehen, wie viel internationale Aufmerksamkeit der Tod und die Beerdigung der Königin dem Vereinigten Königreich verschafft haben und wollen daher ebenso viel Aufmerksamkeit für die Krönung von König Charles III.

Die Quelle berichtet weiterhin, dass die "Operation London Bridge" und die "Spring Tide", die Trauerzeit zwischen dem Tod der Königin und der Beerdigung, sich als eine bedeutende "Werbung" für das Vereinigte Königreich erwiesen haben.

Lord Roberts of Belgravia, ein Historiker und Rundfunksprecher, sagt:

Wir haben befürchtet, dass uns nach der Beerdigung der Königin für einige Zeit niemand mehr beachten würde, aber das stimmt nicht. Im Mai werden wir die Aufmerksamkeit der Welt auf uns ziehen.

Es wird angenommen, dass der König aus diesem einmaligen Ereignis Kapital schlagen will, um das Vereinigte Königreich auf der Weltbühne zu präsentieren. Premierminister Rishi Sunak sagt, die Krönung sei ein "einzigartiger Moment für das Land", und das Kabinett sei der Ansicht, dass dies die Gelegenheit sei, "das Beste des Vereinigten Königreichs zu präsentieren".

Pomp, Prunk und wirtschaftliche Not

Nach Angaben von Palastmitarbeitenden sollen nur die Elemente der Krönung des Königs ausgelassen werden, die als "veraltet und lästig" gelten. Das heißt aber nicht, dass der König eine "Billigkrönung" wollte.

König Charles, der sich "der Lebenshaltungskostenkrise zutiefst bewusst" sein soll, ist sich bewusst, dass seine Krönung in einer Zeit wirtschaftlicher Schwierigkeiten stattfinden wird und er akzeptiert, dass genau geprüft wird, wie und wie viel Geld ausgegeben wird.

Die Organisator:innen glauben, dass die Investition in die Krönung des Königs erhebliche finanzielle und vielleicht auch diplomatische Vorteile mit sich bringen wird.

Der Historiker weist auch darauf hin, dass die Krönung von König George VI. unter der Bedrohung durch die Nazis stattfand und 1953, als die Königin gekrönt wurde, noch Rationierung und Sparmaßnahmen herrschten. Bei beiden Anlässen erinnerten die Ereignisse an die Werte des Vereinigten Königreichs und an den Optimismus angesichts der Krise.

So meint Lord Roberts of Belgravia:

Die Regierung sollte für die mutige Entscheidung, im nächsten Jahr eine dringend benötigte Feier zu veranstalten, Applaus bekommen.

Jede:r, der an diesem historischen Ereignis beteiligt ist, wolle "die besten Traditionen aus 1.000 Jahren Geschichte" hochleben lassen.

The Telegraph: The King rejects cut-price coronation in favour of ‘glorious’ pomp and pageantry

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