Daniel Küblböck: Er hat seinen Tod gespielt

Seit Montagabend ist die Suche nach Daniel Küblböck eingestellt. Doch immer mehr brisante Details zum Verhalten des 33-Jährigen in den letzten Stunden vor seinem Sprung kommen ans Licht. Plante der Schauspielstudent seinen Tod etwa nach einem Theaterstück?

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Viele Details sprechen dafür. Laut der BILD habe Küblböck unerlässlich für seine Abschlussprüfung am Europäischen Theaterinstitut in Berlin geprobt, vor der er sich gefürchtet habe. In dem Abschlussstück „Niemandsland“ kommen Szenen aus zwei Werken der Theaterautorin Dea Loher vor: „Unschuld“ und „Das Leben auf der Praca Roosevelt“.

Verlor Küblböck sich in der Gewalt der Theaterstücke?

Schauspierlein Christina-Maria von Gusinski, die die gleiche Rolle dargestellt hat, die auch Daniel Küblböck spielen sollte – den alternden Transvestiten Aurora – sagt zu den zwei Stücken: „Beide Stücke sind voller Gewalt, zum Beispiel wird einer Figur Arme, Beine, Zunge und Penis abgeschnitten und diese lässt man dann verbluten. Aurora fällt in eine starke Krise, nachdem sie von ihrer Freundin verlassen wurde.“ Es sei schwer die Rolle unbeschadet darzustellen, man bräuchte einen guten Lehrer, um wieder aus der Rolle austeigen zu können. Ob Daniel Küblböck, der an psychischen Problemen gelitten haben soll, dem nicht gewachsen war?

Hat er den Tod einer Rolle nachgespielt?

In Dea Lohers „Unschuld“ gibt es eine Figur namens Rosa, die mit dem Satz „Sie geht in die Zukunft“ im Meer verschwindet. Anscheinend hat der Theaterstudent zu dieser Figur ein besonderes Verhältnis aufgebaut: So veröffentlicht er unter diesem Namen seit Ende August auf Instagram mehrere Fotos von sich in Frauenkleidern – unter anderem auch vom Bord der AIDAluna. An Bord des Kreuzfahrtschiffes zeigt er sich immer öfters in Frauenkleidern, sei aber auch durch sein aggressives Verhalten aufgefallen. Dies bestätigt ein Mitreisender: „Daniel war die letzten Tage ein sehr unangenehmer Passagier, hat nur Probleme gemacht und sogar die Kabine gewechselt. Er wollte auch immer allein sein.“

Ob der DSDS-Star sich etwa in der Scheinwelt der gewaltvollen Theaterstücke verloren hat und am Ende Realität und Dichtung nicht mehr auseinanderhalten konnte? Oder ob er seinen Tod bewusst wie ein Theaterstück inszeniert hat: Immer mehr Menschen, die ihn kannten, sind überzeugt, dass Daniel Küblböck gesprungen ist und nehmen Abschied von ihm.