Conchita Wurst ist jetzt wieder ein Mann

Conchita Wurst ist jetzt wieder ein Mann

Eurovision Song Contest Gewinner(in) Conchita Wurst ist jetzt wieder ein Mann. Hat es zu Beginn des Jahres noch Gerüchte gegeben, dass Thomas Neuwirth, wie Conchita eigentlich heißt, seine feminine Seite satt habe, ist es jetzt soweit: Die Kunstfigur Conchita Wurst soll sterben.

Seit längerer Zeit sieht man die Dragqueen Conchita immer männlicher werden: weniger Make-Up, kürzere Haare (= neue Perücke) und mehr Männerklamotten. Gerüchte darüber, dass es die Kunstfigur Conchita schon bald nicht mehr geben wird, gibt es bereits seit Beginn des Jahres. Doch ob er auch wirklich seinen Künstlernamen Conchita Wurst ablegen wird und wann es soweit ist, kann auch Tom Neuwirth selbst noch nicht genau sagen: „Ich weiß es nicht. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich nicht darüber nachgedacht habe – weil Conchita eben ein Frauenname ist.“

Sie will jetzt wieder ein Mann sein

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Sicher ist nur, dass Tom nicht länger als Frau wahrgenommen werden will: „Es hat sich irgendwann unangenehm angefühlt, als Frau gesehen zu werden – genau wie es sich vorher unangenehm angefühlt hat, als ‘Er‘ angesprochen zu werden. Jetzt finde ich es befremdlich, wenn mich jemand ‘Sie‘ nennt.“ Eine Geschlechtsumwandlung, die sich laut Conchita nicht bewusst abgespielt hat. Vor drei Jahren habe er zu trainieren begonnen, da das Jet-Set-Leben seine Spuren hinterließ. Dies soll der Auslöser einer Veränderung gewesen sein, die bis heute anhält und die über kurz oder lang den Tod von Conchita Wurst herbeiführen wird.

Wie definiert Conchita Wurst sich als Mann?

Doch was genau Conchita jetzt wieder zum Mann macht, weiß Tom nicht zu sagen. Auf die Frage von BILD, was an ihm typisch Mann sei, antwortet er: „Diese Frage kann man eigentlich nur mit einem Klischee beantworten. Biologisch bin ich wohl ein Mann, aber was ist schon typisch Mann und was typisch Frau?“

Eine durchaus berechtigte Frage in einer Zeit, in der Geschlechterrollen sich ändern und der Reiz vielleicht genau darin liegt, keine genauen Definitionen von Geschlechtlichkeit - ob weibliche oder männliche - mehr zu haben.

Sarah Kirsch
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