Bald steht ein rundes Jubiläum an: Frank-Walter Steinmeier feiert bald seinen 70. Geburtstag. Doch wer ist der zurückhaltende Mann im höchsten Staatsamt der Bundesrepublik eigentlich? Hier gibt es spannende Einblicke in sein bewegtes Leben zwischen Heimatliebe, Politik und ganz persönlichen Herausforderungen.
Vom westfälischen Landjungen zum Oberhaupt des Staats
Aufgewachsen in Westfalen, weit weg vom politischen Trubel Berlins, galt Steinmeier schon früh als bescheiden und gesellschaftlich engagiert. Seine Anfänge? Ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Gießen und eine Promotion, die dem Thema Wohnungslosigkeit gewidmet war – das soziale Engagement zieht sich wie ein roter Faden durch sein Leben. Nicht nur auf dem Papier engagiert: Immer wieder wird Steinmeier bei Aktionen für Obdachlose in Berlin gesichtet, was sein „Herz für die Schwachen“ unterstreicht.
Politischer Aufstieg und schwierige Wegmarken
Der Karriereweg von Steinmeier ist beeindruckend. Anfangs als enger Mitarbeiter von Gerhard Schröder in Niedersachsen, zog er mit diesem auch ins Bundeskanzleramt. Dort wurde er Leiter der Staatskanzlei, koordinierte später die Geheimdienste und steht für analytische Sachlichkeit abseits des Rampenlichts. Mit zwei Amtszeiten als Außenminister unter Angela Merkel wurde er zu einem der wichtigsten Staatsdiener Deutschlands.
Im Jahr 2009 wagt er mit dem SPD-Wahlkampf den Schritt an die politische Front – leider erfolglos auf dem Weg ins Kanzleramt. Stattdessen bleibt er bis 2013 Oppositionsführer, bevor er erneut das Auswärtige Amt übernimmt. 2017 wählt ihn die Bundesversammlung zum Bundespräsidenten. Doch trotz der unauffälligen Art ist seine Amtszeit nicht frei von Konflikten, gerade weil Kritiker wie Marko Martin in der SZ seine Nähe zu Russland bemängelten, es sei „aus heutiger Sicht unverständlich“.
Mit dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022 bekommt diese Kontroverse eine neue Brisanz. Steinmeier wird sogar gebeten, nicht nach Kiew zu reisen – für einen amtierenden Präsidenten durchaus ungewöhnlich. Doch der Bundespräsident steht wie immer ruhig im Gegenwind und gesteht eigene Fehleinschätzungen öffentlich ein.
Privates Engagement und Abschied in Sicht
Wer sich fragt, ob der Bundespräsident auch privat so zurückhaltend ist, kennt wohl nicht Elke Büdenbender, Steinmeiers Frau. Sie gewährt seltene Blicke hinter die Kulissen und schwärmt davon, wie viel Familie Steinmeier bedeutet. Ein besonders bewegender Moment ist sicher, dass er seiner Frau 2010 eine Niere spendet. Die Stern nennt ihn deshalb „loyal und diskret“. Tochter Merit komplettiert die kleine Familie.
Aber auch die Schattenseiten des öffentlichen Amts gehen nicht spurlos an ihm vorbei. Medien wie die SZ und der Stern stellen fest:
„Von vielen wird Steinmeier als sachlich und distanziert wahrgenommen.“
Dabei ist es seine Ausdauer und verlässliche Art, für die ihn Politikerkollegen und Weggefährten doch schätzen.
Bald geht seine Zeit als Bundespräsident zu Ende: In gut einem Jahr verabschiedet er sich aus der aktiven Politik. Dann darf auch ein Frank-Walter Steinmeier ein wenig in Erinnerungen schwelgen und trägt den Titel „Alt-Bundespräsident“ – samt allen Ehren, die damit verbunden sind.
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Verwendete Quelle:
Frank-Walter Steinmeier wird 70: Vom Verteidiger zum Bundespräsidenten











