Jürgen Vogel: Darum kritisiert er die nachfolgende Männergeneration

Jürgen Vogel: Darum kritisiert er die nachfolgende Männergeneration

Der Schauspieler Jürgen Vogel ist dafür bekannt, dass er kein Blatt vor den Mund nimmt. Doch dass er seine Geschlechtsgenossen mit solch harschen Worten bedenkt, hätte wohl keiner gedacht...

Jürgen Vogel ist einer der bekanntesten und interessantesten Schauspieler Deutschlands. Auch sein Privatleben kann man nicht anders als interessant bezeichnen. Der heute fünffache Vater ist mit Anfang 50 Jahren erst Anfang des Jahres das letzte Mal zum Vater geworden. 

Er ist ein Patchwork-Papa 

Das erste Mal Papa einer Tochter wird Jürgen Vogel mit nur 20 Jahren, wie news.deberichtet. Die Beziehung zur Mutter des Kindes hält jedoch nicht und zehn Jahre später heiratet er seine Freundin Madeleine Sommerfeld, die zwei Söhne mit in die Ehe bringt. Die beiden bekommen 1999 eine gemeinsame Tochter. 

Obwohl Vogel sich von den beiden Müttern seiner Kinder getrennt hat, lebt er mit ihnen und den Kindern zusammen in einem Haus in Berlin-Charlottenburg. Gegenüber der Berliner Zeitung sagt er: „Mir geht es am Arsch vorbei, was die Leute denken. Was ich mache, mache ich nur für mich.“ 

Vogel scheint sein Leben fest im Griff zu haben und nicht vor seiner Verantwortung als Vater davonzurennen. Vielleicht fühlt er sich gerade deswegen verantwortlich dafür, sich der nachfolgenden Männergeneration einmal anzunehmen, der hat er nämlich einiges vorzuwerfen – vor allem ihre  Verantwortungslosigkeit. 

"Keiner kann mehr Verantwortung für sein Leben übernehmen" 

Im Interview erzählt er der Neuen Osnabrücker Zeitung: "Putzen, Kochen, die Waschmaschine anstellen. Das können die nicht. Keiner kann mehr Verantwortung für sein Leben übernehmen." Während die heutigen Männer in ihren 30ern den Gedanken an Familienplanung auf später verschieben und beim ersten Kratzen im Hals zu Mutti rennen würden, werde von Frauen viel mehr abverlangt. 

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"Von Frauen wird das doch auch erwartet: Kinder kriegen, Beruf, toll aussehen - die sollen alles können. Und Männer - rennen zu Mutti, wenn sie erkältet sind. Das ist ja nicht nur in der Werbung ein Lacher. 30-Jährige sind wirklich so, weil die total verpäppelt werden. Für die Mädels ist es eine echte Katastrophe, was für unsexy Männer da rumlaufen." 

Es ist erfrischend auch mal eine männliche Stimme des öffentlichen Lebens zu vernehmen, die auf die Lücke zwischen den Geschlechtern verweist. Nach wie vor verdienen Frauen nicht nur weniger im Job, von ihnen wird auch immer noch ein unrealistisches Schönheitsideal abverlangt. Und es ist größtenteils auch immer noch an der Frau Kind und Karriere unter einen Hut zu bekommen – wir wünschen uns mehr solche Männer, die sich ihrer Verantwortung bewusst sind und sich gemeinsam mit Frauen für Frauen stark machen!

Sarah Kirsch
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