"Sie sind zu dick für die Röhre": Komikerin Ilka Bessin in Krankenhaus beleidigt
"Sie sind zu dick für die Röhre": Komikerin Ilka Bessin in Krankenhaus beleidigt
"Sie sind zu dick für die Röhre": Komikerin Ilka Bessin in Krankenhaus beleidigt
Weiterlesen

"Sie sind zu dick für die Röhre": Komikerin Ilka Bessin in Krankenhaus beleidigt

Mit einem dreifachen Knorpelschaden fährt Komikerin Ilka Bessin ins Krankenhaus, wo sie nach Hilfe und Unterstützung sucht. Stattdessen wird sie aufs Äußerste beleidigt.

Wer glaubt, dass Bodyshaming im 21. Jahrhundert längst Geschichte ist, der liegt falsch. Komikerin Ilka Bessin muss am eigenen Leib erfahren, dass Diskriminierung aufgrund des Körpers noch immer in unserer Gesellschaft präsent ist.

Bodyshaming im Alltag

Im Podcast "Die Pochers hier!" von Oliver Pocher und seiner Frau Amira erzählt Bessin, die uns allen noch in ihrer schillernden Rolle als "Cindy aus Marzahn" bekannt ist, wie sie im alltäglichen Leben mit Anfeindungen und unangebrachten Sprüchen zu kämpfen hat.

Vor kurzem stellt sie in der TV-Sendung "Let's Dance" eindrucksvoll unter Beweis, wie gut sie ihren Körper tatsächlich unter Kontrolle hat. Doch als sie sich in der Show einen dreifachen Knorpelschaden sowie einen angerissenen Miniskus zuzieht und ins Krankenhaus fährt, wird sie unerwartet Opfer von Bodyshaming.

Komikerin klagt über Diskriminierung

Bessin berichtet, dass sie einen MRT-Termin im Krankenhaus ausgemacht hat. Doch als sie am Empfang auf eine schlecht gelaunte Krankenschwester trifft, wird sie mit abschätzigen Worten begrüßt: "Das geht nicht, Sie sind zu dick für die Röhre". Dieser unangebrachte Spruch hat die Komikerin hart getroffen, wie sie unglücklich berichtet.

Ernsthaftes Problem in der Gesellschaft

Bodyshaming ist besonders bestürzend für seine Opfer, wenn er an Orten auftritt, an denen man ihn in keinster Weise erwartet. Als Bessin das Krankenhaus betritt, ist sie auf der Suche nach Hilfe. In solch einer Situation eiskalt abgewiesen und vor den Kopf gestoßen zu werden, schockiert. Zu ihrem Glück ist Bessin selbstbewusst genug, sodass sie schon auf dem Nachhauseweg einen neuen Termin, in einem anderen MRT ausmacht. Trotzdem geht die Aktion, nicht spurlos an ihr vorbei.

Ihr Fall stellt ein weiteres Mal unter Beweis, dass Bodyshaming noch immer in unserer Gesellschaft verankert ist. Egal ob offene Diskriminierung oder unüberlegter Spruch: Der Schmerz bei den Betroffenen sitzt oftmals tief. Nicht umsonst wirbt Modeblogger Claus Fleissner im Interview vehement für einen sensibleren Umgang mit dem Thema Curvy People.

Von Sarah Kirsch
Letzte Änderung

Keine Verbindung
Bitte Einstellungen prüfen