Ein Herz für Tiere: Joaquin Phoenix rettet Kuh und ihr kleines Kalb vor dem Schlachter
© Anthony Harvey / Getty
Ein Herz für Tiere: Joaquin Phoenix rettet Kuh und ihr kleines Kalb vor dem Schlachter

Ein Herz für Tiere: Joaquin Phoenix rettet Kuh und ihr kleines Kalb vor dem Schlachter

Joaquin Phoenix setzt sich seit seiner Jugend für den Tierschutz ein. Einen Tag nach seiner emotionalen Oscar-Dankesrede, in der er über die Brutalität der Milchproduktion spricht, lässt er auf seine Worte Taten folgen und besucht einen Schlachthof.

Am 9. Februar gewinnt Joaquin Phoenix den Oscar für seine Rolle in dem Film Joker. In seiner emotionalen Rede setzt der Schauspieler sich für die Rechte der Tier ein - und genau das setzt er einen Tag nach der Award-Verleihung in die Tat um.

Emotionale Oscar-Rede

Es ist ein Höhepunkt in der Schauspielkarriere von Joaquin Phoenix als er Anfang Februar den Oscar als Bester Hauptdarsteller für seine Rolle in dem Film Joker gewinnt. Der Schauspieler nutzt in seiner Dankesrede seine Plattform um sich für die Rechte von Tieren einzusetzen:

Ich denke, wir haben die Verbindung zur Natur verloren. Viele von uns haben eine selbstbezogene Weltsicht und wir glauben, wir wären das Zentrum des Universums. Wir gehen in die Natur und plündern ihre Rohstoffe.
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“I’m full of so much gratitude now. I do not feel elevated above any of my fellow nominees or anyone in this room, because we share the same love – that’s the love of film. And this form of expression has given me the most extraordinary life. I don’t know where I’d be without it. But I think the greatest gift that it’s given me, and many people in [this industry] is the opportunity to use our voice for the voiceless. I’ve been thinking about some of the distressing issues that we’ve been facing collectively. I think at times we feel or are made to feel that we champion different causes. But for me, I see commonality. I think, whether we’re talking about gender inequality or racism or queer rights or indigenous rights or animal rights, we’re talking about the fight against injustice. We’re talking about the fight against the belief that one nation, one people, one race, one gender, one species, has the right to dominate, use and control another with impunity. I think we’ve become very disconnected from the natural world. Many of us are guilty of an egocentric world view, and we believe that we’re the centre of the universe. We go into the natural world and we plunder it for its resources. We feel entitled to artificially inseminate a cow and steal her baby, even though her cries of anguish are unmistakeable. Then we take her milk that’s intended for her calf and we put it in our coffee and our cereal. We fear the idea of personal change, because we think we need to sacrifice something; to give something up. But human beings at our best are so creative and inventive, and we can create, develop and implement systems of change that are beneficial to all sentient beings and the environment. I have been a scoundrel all my life, I’ve been selfish. I’ve been cruel at times, hard to work with, and I’m grateful that so many of you in this room have given me a second chance. I think that’s when we’re at our best: when we support each other. Not when we cancel each other out for our past mistakes, but when we help each other to grow. When we educate each other; when we guide each other to redemption...

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Der vegane Schauspieler prangert vor allem den Umgang mit Milchprodukten an: "Wir fühlen uns berechtigt, eine Kuh künstlich zu befruchten und ihr Baby zu stehlen, obwohl ihre Angstschreie unüberhörbar sind. Dann nehmen wir ihre Milch, die für ihr Kalb gedacht ist und geben sie in unseren Kaffee und unser Müsli.“

Phoenix lässt Taten folgen

Doch der 45-Jährige belässt es nicht bei Worten. Direkt am nächsten Tag lässt er Taten folgen, als er eine Kuh und ihr neugeborenes Kalb aus einem Schlachthof in Los Angels rettet. Begleitet wird Phoenix von der Tierschutzorganisation Farm Sanctuary, die ein Video der Rettungsaktion auf YouTube veröffentlichen.

Das Video zeigt Joaquin Phoenix mit Anthony Di Maria, dem CEO des Schlachthofs. Während Di Maria versichert, dass er sein Bestes tut, um den Tieren so wenig Qual und Schmerz wie möglich anzutun, wendet Phoenix immer wieder ein, dass die Tiere aber trotzdem ermordet werden. Für den Schauspieler steht fest:

Ich brauche keine Wissenschaft, um mit meinen eigenen Augen zu sehen und zu hören, wie ein Tier auf Schmerz reagiert.

Liberty und Indigo werden gerettet

Danach sieht sich der Oscar-Gewinner auf dem Schlachthof um und rettet schließlich die Kuh Liberty und ihr Baby Indigo. Er bringt Mutter und Tochter auf die Farm der Tierschutzorganisation, wo sie glücklich und wohlbehütet leben können. Im Video bedankt sich Joaquin für die Freundlichkeit des Schlachthofbesitzers:

Ich hätte nie gedacht, dass ich in einem Schlachthof Freundschaft finden würde, aber als ich Anthony traf und mein Herz für seins öffnete, wurde mir klar, dass wir vielleicht mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede haben. Ohne seinen Akt der Freundlichkeit hätten Liberty und ihr Kälbchen Indigo ein schreckliches Ende gefunden.
Von Martin Gerst
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