"Hartz und herzlich": Hartz-IV-Empfangende gönnen sich teure Hobbys

Alles tun, um möglichst viel Geld zu sparen? Das würde man vielleicht von Hartz-IV-Empfänger:innen erwarten, aber die Baracken-Bewohner:innen aus Hartz und herzlich überraschen die Zuschauer:innen immer wieder mit ihren exzentrischen Ausgaben.

Hartz und herzlich ist eine Sozial-Doku, bei der die Zuschauer:innen Einblick in das Leben der Bewohner:innen der Mannheimer Benz-Baracken bekommen können. Zu den Hartz-IV-Empfänger:innen gehört das Ehepaar Elvis und Katrin mit ihren gemeinsamen acht Kindern und die Zwillings-Mama Janine. Die Show verfolgt, wie die Familien mit dem Geld vom Staat auskommen.

Hartz-IV-Empfänger:innen kaufen Stute

Die Familie von Florian gibt auch ihr Bestes. Jetzt überraschen sie mit einem exzentrischen und vor allem kostspieligen Einkauf: Die Familie kauft ein Pferd. Dies hat Ihnen der Corona-Bonus ermöglicht, berichtet Mannheim 24. Sie möchten ihrer Tochter das Reiten ermöglichen. Wenig überraschend ist, dass mit der Stute zusätzliche Kosten dazukommen. Schließlich müssen noch Pflege, Futter und nicht zu vergessen der allgemeine Unterhalt des Pferdes finanziert werden.

Für den Kauf der Stute muss das Ehepaar auf Facebook erst einmal einen heftigen Shitstorm einkassieren. Die Internetnutzer:innen sind über die Ausgaben der Familie entrüstet. Wie kommt es, dass Arbeitslose so viel Geld ausgeben können?

Neues kostspieliges Hobby: Geigenunterricht

Hinzu kommt das neue Hobby des jüngsten Kindes der Familie. Die Tochter von Florian und Marina lernt jetzt, Geige zu spielen. Der Unterricht und das Instrument sind hierbei offensichtlich auch kein Schnäppchen und beanspruchen entsprechend weitere Summen vom Familienbudget.

Zum Glück wird der Familie dabei geholfen. Einen großen Teil der Kosten übernimmt eine Musikschule in Mannheim. Im Gegenzug ist Tochter Laura verpflichtet, das Instrument zwei Jahre lang zu erlernen.

Shoppen als Hobby

Währenddessen bezeichnet Beate Shopping als ihr Hobby. Als sie bei „Hartz und herzlich“ nach ihrer Freizeitbeschäftigung gefragt wird, antwortet sie bedenkenlos:

Wenn ich gesünder wäre, wäre Shoppen so mein Ding.

Auf facebook kommentieren die Internetnutzer:innen, Beate solle sich erstmal einen Job suchen, bevor sie Shopping als Freizeitaktivität angibt.

Vom Hobby zum Beruf: der Weg zur Selbstständigkeit

Janine, die Tochter von Beate, scheint indessen den Weg zum Erfolg zu finden. Sie kann in Zukunft darauf hoffen, Geld mit ihrem Hobby zu verdienen. Eine Kosmetikschule ist nämlich auf ihre Schmink-TikToks aufmerksam geworden und bietet ihr gleich darauf ein Stipendium an, inbegriffen sind die Kosten für einen 280 bis 350 Euro teuren Schminkkoffer. Janine träumt davon, nach der Ausbildung als selbstständiger Make-up-Artist Geld zu verdienen.

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