Jürgen Klopp genervt über Berichterstattung zur Katar-WM: "Es ist einfach nicht fair"

Jürgen Klopp ärgert sich über die Berichterstattung zur WM in Katar, die nun vermehrt von Spielern erwartet, das Turnier zu boykottieren. Die Mitverantwortlichen, die es nun zu kritisieren gilt, sind laut Kloppo die Medien selbst.

Die Weltmeisterschaft in Katar steht vor der Tür. Am 20. November steht das Eröffnungsspiel an. Mit jedem Tag, den das Turnier näher rückt, werden auch die kritischen Stimmen lauter, die die Umstände des kontroversen Events verurteilen. Immer öfter wird vor allem von den teilnehmenden Spielern in den Medien erwartet, sich kritische zur WM zu äußern, oder sie sogar komplett zu boykottieren. Diese Einstellung kann Liverpool-Coach Jürgen Klopp nicht nachvollziehen. Mehr noch: Als er in einer Pressekonferenz auf das Turnier angesprochen wird, platzt ihm der Kragen.

Klopp kritisiert WM-Berichterstattung

Klopp findet nicht, dass von den Spielern erwartet werden kann, nicht nach Katar zu reisen und das Fußball-Event, auf dass sie sich in den letzten Jahren vorbereitet haben, aus ihrem Kalender zu streichen. Bei Sky News erklärt der Trainer:

Die Entscheidung wurde von anderen Leuten getroffen, und wenn Sie jemanden kritisieren wollen, dann kritisieren Sie die Leute, die die Entscheidung getroffen haben. Nicht den Sport, nicht den Wettbewerb und sicher nicht die Spieler.

Klopp macht zudem den Medien einen Vorwurf. Als er bei der Pressekonferenz über seine Einstellung zur Katar-WM gefragt wird, kontert er mit Gegenfragen und geht in die Offensive. Er wirft den Journalist:innen vor, die Diskussion über das Turnier nicht schon direkt nach der Vergabe vor über zehn Jahren angestoßen zu haben. Stattdessen sei die Entscheidung, die Weltmeisterschaft in dem Wüstenstaat auszutragen, damals einfach hingenommen worden.

Den Spielern könne nichts vorgeworfen werden

Nun von den Spielern zu verlangen, sich aus den WM-Plänen zurückzuziehen und das Turnier abzublasen, hält Klopp für höchst unfair. "Sie gehen dorthin, um Fußball zu spielen. Das große Turnier wurde von anderen Leuten organisiert und geplant", so der 55-Jährige. Zum Zeitpunkt der Vergabe seien "die Jungs" zehn Jahre alt gewesen. Ungeduldig schließt er das Thema ab:

Es ist nicht fair, dass wir von ihnen erwarten, dass sie dorthin gehen und große politische Erklärungen abgeben oder was auch immer. Es ist einfach nicht fair.

Verwendete Quellen:

Focus: 'Klopp zur Katar-WM: „Das ist, was wütend macht“'

Sport1: 'Kritik an Journalisten: Jürgen Klopp sauer wegen WM in Katar'

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