"Er fehlt mir jeden Tag": Witwer trauert immer noch um Udo Walz
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"Er fehlt mir jeden Tag": Witwer trauert immer noch um Udo Walz

Von Pia Karim

Nach einem Diabetes-Schock stirbt Udo Walz im November letzten Jahres im Krankenhaus. Sein Mann kann sich damals nicht persönlich von ihm verabschieden - jetzt bricht Carsten Thamm-Walz sein Schweigen und erzählt von seinem Seelenleben und wie es derzeit um die Läden des Starfriseurs bestellt ist.

Wenn es um das Fortführen des Lebenswerk seines verstorbenen Mannes Udo Walz geht, hat Carsten Thamm-Walz eine klare Haltung: "Das ist ganz wichtig für mich", so der 50-Jährige gegenüber der Deutschen Presseagentur. Es sei ganz klar, dass Udos Name weiterhin hochgehalten werden soll.

Carsten Thamm-Walz: "Ich habe das immer noch nicht verdaut"

Demnach sollen zwei Salons des im Alter von 76 Jahren Verstorbenen in Berlin und einer in Potsdam am 1. März wieder geöffnet werden, wenn der Betrieb nach der durch die Pandemie bedingte Pause wieder möglich sein wird.

Gut drei Monate geht es dem Witwer des berühmten Coiffeurs noch immer nicht gut, wie er berichtet: "Wenn ich ganz offen bin: Irgendwie hab ich das immer noch alles nicht so richtig verdaut." Das sei nach 30 Jahren auch nicht von heute auf morgen möglich.

Er fehlt mir halt jeden Tag.

"Sehe ihn immer noch"

Es sei einfach alles, das fehle - das sieht auch Walz' bester Freund ähnlich. "Wenn ich nach Hause komme, sehe ich ihn immer noch in seinem Fernsehsessel sitzen.", sagt Thamm-Walz. Einmal die Woche besuche er an das Grab seines Ehemanns und spreche dort mit ihm.

Das helfe ihm über die Einsamkeit in der Corona-Zeit etwas hinweg. Nur Eingeweihte wissen, wo der Starfriseur begraben ist, da es sich um ein anonymes Grab auf dem Waldfriedhof Dahlem handelt.

Großer Salon am Ku'damm noch immer geschlossen

Der große Salon von Udo Walz am Kurfürstendamm in Berlin ist derzeit geschlossen. Wie Thamm-Walz im Dezember zum Insolvenzantrag erklärt hat, habe das viele Gründe - unter anderem Schwierigkeiten mit der Miete und die Corona-Krise. Neun von ursprünglich 35 Angestellten haben demnach weiter beschäftigt werden können.

Was die staatliche Hilfe für die Pandemie-bedingte Schließung betrifft, so sagt Thamm Walz, dass noch nichts dergleichen angekommen sei. Er versucht allerdings weiter, optimistisch zu bleiben:

Nichtsdestotrotz haben wir den Mut nicht verloren und machen weiter. Unsere Kunden freuen sich, dass wir wieder aufmachen.

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